Warnstreiks: Tarifstreit dauert an

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IG Metall unterstreicht Forderung nach Lohnplus, Arbeitgeber bleiben bei ihrer Position.

Aalen. Der Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie dauert an. Nach dem vorläufigen Warnstreik-Höhepunkt am zweiten Märzfreitag mit mehr als 42.200 Teilnehmern an einem Tag im Südwesten, begann die IG Metall auf der Ostalb nun am Donnerstag die dritte Warnstreikwelle. Frühschluss-Aktionen gab es in dieser Woche bei Bosch AS, RUD, Apex, C. D. Wälzholz, Leitz Oberkochen und Leitz Unterschneidheim. "Mittlerweile sind wir mit den Arbeitgebern zwar über alle unsere Forderungen im Gespräch, inhaltlich aber liegen wir immer noch weit auseinander", erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall auf der Ostalb, Kai Burmeister.

Bei der Mitgliederversammlung Ostwürttemberg des Verbandes Südwestmetall wiederholten die Arbeitgeber unterdessen ihre Position, angesichts der derzeitigen Krise "eine Tariferhöhung frühestens im Jahr 2022 vornehmen zu können. Speziell in Ostwürttemberg ist aufgrund seiner Landesgrenze zu Bayern der Effekt tariflicher Sonderleistungen im Südwesten besonders spürbar", so der Verband.

Die Tarifvertragspartner wollen sich noch vor Ostern zu einer fünften Verhandlung treffen, bis dahin suchen Expertengruppen aus Vertretern beider Seiten insbesondere für die Baden-Württemberg-spezifischen Themen nach Lösungsansätzen.

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