Weleda:  „Gas ist für uns ein wichtiger Energieträger“

+
In Moldawien wird Lavendel von Hand für Weleda geerntet um daraus ätherisches Lavendelöl zu destilieren. In der Produktion ist Weleda indes stark auf Erdgas angewiesen.
  • schließen

Weleda ist am Standort Gmünd stark vom Energieträger Erdgas abhängig, der vor allem für die Produktion benötigt wird.

Schwäbisch Gmünd. Die Schweizer Zentrale der Weleda in Arlesheim hängt zu 100 Prozent an Gas – dennoch ist der Standort unabhängig von der Entwicklung der Gasversorgung. Der Grund: „Wir beziehen dort zu 100 Prozent Biogas aus einer Anlage in der Nähe von Weleda“, so ein Firmensprecher. Deshalb sei man dort unabhängig vom Erdgas. Anders sieht es am deutschen Standort, dem größten der AG mit rund 1000 Mitarbeitenden, in Schwäbisch Gmünd aus.

„Hier haben wir zwar im vergangenen Jahr den Anteil von Biogas auf 20 Prozent verdoppelt, aber der Rest ist nach wie vor Erdgas“, so der Sprecher. „Gas ist für uns ein wichtiger Energieträger vor allem für die Produktionsprozesse.“ Insgesamt mache der Gasverbrauch am gesamten Energieverbrauch in Schwäbisch Gmünd etwa 57 Prozent aus. Sollte einigen Betrieben die Abschaltung im Rahmen der dritten Notwarnstufe betroffen drohen, macht man sich bei der Weleda wenig Hoffnungen, nicht betroffen zu sein. „Wir gehen davon aus, dass Weleda nicht zu den sogenannten „geschützten Kunden“ gehören wird.“

Deshalb bereitet man sich bei dem Unternehmen bereits für einen solchen Fall vor. „Eine interne Arbeitsgruppe analysiert derzeit, für welche Prozesse wir welche Mengen an Gas benötigen und wie wir diese bei einer Verknappung priorisieren“, erläutert der Sprecher. Es sei aber generell nur in geringem Umfang möglich, kurzfristig Gas durch andere Energieträger zu ersetzen, etwa durch Strom bzw. Photovoltaik. Allerdings betont der Pressesprecher: „Im Moment gibt es noch keine Gasverknappung, die Produktion ist von daher noch nicht betroffen.“ Aber man müsse damit rechnen, dass sich das ändern werde. „Daher haben wir die Produktion teilweise, wo möglich und sinnvoll, verstärkt, um bei einer etwaigen Gasreduzierung lieferfähig zu bleiben.“

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare