Weleda: 1 Prozent fürs Klima

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Stammsitz der Weleda AG in Arlesheim.

Weleda AG investiert in den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität.Der Start ins neue Geschäftsjahr ist derweil geglückt.

Schwäbisch Gmünd.

Der Start ins Geschäftsjahr 2021 ist für die Weleda AG geglückt, das erste Quartal ist laut des Unternehmens „erfolgreich“ verlaufen. Passend zum 100-jährigen Jubiläum, das die Weleda in diesem Jahr feiert, hat die AG nun angekündigt, ab dem kommenden Jahr ein weiteres Prozent des weltweiten Bruttoumsatzes, was aktuell mehr als 4 Millionen Euro entsprechen würde, in den Schutz des Klimas und der Biodiversität investieren. Außerdem will Weleda noch in diesem Jahr „rechnerisch klimaneutral wirtschaften“.

Das bedeutet, dass die Firma die durch die Produktion entstehenden Emissionen komplett ausgleichen will. Ab 2022 sollen zusätzlich alle Produkte rechnerisch klimaneutral sein. Dafür berücksichtige man den sogenannten „Energiefußabdruck“ sowie die Emissionen durch Rohstoffe, Verpackungen und Transporte. Neben Effizienzprogrammen und erneuerbaren Energien werde ein großer Teil des Ausgleichs über Klimaschutzmaßnahmen in der eigenen landwirtschaftlichen Lieferkette erfolgen. Darüber hinaus wird die Weleda eigenen Angaben zufolge ein Programm zur Sensibilisierung und Aktivierung von Kunden und Mitarbeitenden sowie für nachhaltige Geldanlagen starten, so dass bis 2025 das Klima um 350 000 Tonnen Kohlendioxid entlastet werden soll. 2020 war der Umsatz der Gruppe um rund fünf Millionen auf 424,1 Millionen Euro gesunken.

Allerdings hat es die Weleda geschafft, dank gesunkener Kosten den operativen Gewinn um 40 Prozent auf 23,3 Millionen Euro zu erhöhen. Die Eigenkapitalquote stieg auf 53,8 Prozent. Im für die Gruppe sehr wichtigen Geschäftsfeld Naturkosmetik wuchsen die Erlöse um 1,9 Prozent auf 333 Millionen Euro, der Bereich Arzneimittel sank um 11,2 Prozent auf 91 Millionen Euro. Der Weleda machten negative Wechselkurseffekte zu schaffen, was am starken Euro lag.

Für das Jahr 2021 gibt sich die Weleda AG zuversichtlich, dass aufgrund der aktuellen Marktlage, der geplanten Innovationen, der Marktpräsenz und der Markenstärke in vielen Ländern für die Naturkosmetik „gute Wachstumschancen existieren“. Für die Arzneimittel rechnet das Unternehmen weltweit mit einem stabilen Umsatz. Insgesamt erwarte man, dass die getroffenen Zukunftsentscheidungen wie Investitionen in Forschung und Entwicklung, sowie der weitere Ausbau der Märkte in- und außerhalb Europas 2021 zu höheren Kosten führen werden. Durch den Mehrumsatz rechnet Weleda insgesamt für das Jahr 2021 mit einem ähnlichen Nettoergebnis wie 2020.

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