Wellpappe Gelsenkirchen: Ende 2016 ist Schluss

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Ende Oktober hat die Firmenleitung des Palm-Tochterunternehmens Wellpappe Gelsenkirchen mit 96 Mitarbeitern das Eröffnen des Insolvenzverfahrens beantragt.

Ende Oktober hat die Firmenleitung des Palm-Tochterunternehmens Wellpappe Gelsenkirchen mit 96 Mitarbeitern das Eröffnen des Insolvenzverfahrens beantragt. Daraufhin gab es heftige Proteste der Belegschaft. "Bis Ende Dezember ist Insolvenzgeld organisiert. Danach soll die Insolvenz eröffnet und den 96 Mitarbeitern gekündigt werden", sagt Betriebsratsvorsitzender Bodo Steigleder. Ob es eine Transfergesellschaft geben wird, ist noch fraglich. "Unsere Belegschaft ist relativ alt, die Situation in Gelsenkirchen mit einer Arbeitslosenquote über 14 % schwierig", sagt er.

Für Dr. Wolfgang Palm ist die Sanierung des Werks, die seit 30 Jahren andauere, gescheitert. "In Gelsenkirchen gelang es uns nicht, Betriebsrat und Beschäftigte zu überzeugen. Gegen den erbitterten Widerstand der Mitarbeiter geht es nicht, Konzepte durchzusetzen", sagt Palm.

Dem widerspricht Steigleder. Prämien seien gestrichen, drei Stunden pro Monat unentgeltlich gearbeitet worden. Von 2005 bis 2014 habe es einen Sanierungstarifvertrag gegeben. Palm habe 2015 das Wechseln in den Chemie-Tarifvertrag abgelehnt. sk

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