Weniger Arbeitslose im November

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Arbeitslosengrafik November 2021

Die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg ist im November zurückgegangen und liegt nur noch leicht über dem Vor-Corona-Niveau vor zwei Jahren.

Aalen

Die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg ist im November zurückgegangen und liegt nur noch leicht über dem Vor-Corona-Niveau von vor zwei Jahren. Claudia Prusik Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Aalen, sieht einen Zusammenhang zwischen den Beschäftigungszahlen und der Corona-Impfkampagne.

„Ich bin froh, dass die Impfangebote in der Region so genutzt werden,“ so Claudia Prusik. Die Zahl der Arbeitslosen ist in diesem Monat um insgesamt 292 Personen auf nunmehr 8233 Personen gesunken. Somit ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent zurück.

„Die zunehmend negative Entwicklung der Corona-Zahlen und die neue Virusvariante sowie die damit verbundenen Maßnahmeregelungen schlagen sich aktuell noch nicht auf dem regionalen Arbeitsmarkt nieder“, sagt Prusik und fügt an: „Man sieht daran, wie stabil unser Arbeitsmarkt immer noch ist. Dennoch treibt es mich um, welche Auswirkungen die weiteren Corona-Entwicklungen in Kombination mit den Themen wie Transformation, Halbleitermangel, Lieferkettenengpässe und so weiter auf den Arbeitsmarkt noch haben wird.“

Arbeitslosenquote im Ostalbkreis bei 3,0 Prozent

Vergleicht man die Gesamtzahl an Arbeitslosen mit dem Vorjahr, so verzeichnet man einen Rückgang um 19,0 Prozent. „Im Vergleich zum November 2019 – also vor der Pandemie – liegen wir mit absolut 358 Personen noch leicht über dem Niveau“, so Prusik.

In der Agentur für Arbeit Aalen mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim, werden 4231 Personen betreut. 4002 Personen (ALG II) werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 48,6 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.

Im Ostalbkreis gab es im November 5439 Arbeitslose, davon 2409 Frauen und 3030 Männer - es waren 120 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis betrug im November 3,0 Prozent (-0,1 Prozent). Im Raum Ellwangen lag sie bei 1,9, im Raum Aalen bei 2,8, im Raum Bopfingen bei 3,1, im Raum Schwäbisch Gmünd bei 3,6 und im Kreis Heidenheim bei 3,8 Prozent. Den stärksten Rückgang an Arbeitslosen verzeichnete die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen mit 12 Prozent beziehungsweise 74 Personen.

Im November meldeten die Betriebe in Ostwürttemberg 928 Arbeitsstellen. Damit standen Agentur und Jobcenter 3436 Arbeitsstellen zur Besetzung zur Verfügung. „Es wird zunehmend schwerer, unsere Stellenangebote mit passend qualifizierten Fachkräften zu besetzen“, sagt Prusik: "Gemeinsam mit den Betrieben der Region und allen beteiligten Akteuren am Arbeitsmarkt ist es unsere Aufgabe, betroffene Arbeitslose, aber auch Beschäftigte fit für die Arbeitswelt der Zukunft zu machen.“

Kurzarbeit

Die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit ist im November gesunken. Insgesamt zeigten 18 Betriebe für 398 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Oktober 2021 waren es 28 Betriebe für 1.460 Beschäftigte. Für den Monat Mai 2021 liegen jetzt endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen zwischenzeitlich abgelaufen sind. Somit haben 1493 Betriebe im Mai 2021 Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. 9682 Personen befanden sich in Kurzarbeit. Die am stärksten betroffenen Bereiche sind nach wie vor die Gastronomie, der Einzelhandel und das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie. „Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir womöglich wieder mit einem Anstieg bei den Anzeigen zur Kurzarbeit rechnen“, so Prusik.

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