Workshops für die Zukunft der Region

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Workshop in Giengen mit (von links): Ellwangens OB Michael Dambacher, Markus Kilian, Giengens OB Dieter Henle und Ulrich Betzold.

In Aalen, Gmünd und Giengen tauschen sich regionale Akteure zu drängenden Zukunftsthemen aus und sammeln zahlreiche Ideen, wie Ostwürttemberg attraktiv bleiben kann.

Aalen

Das Ziel der Initiative Zukunft Ostwürttemberg ist klar definiert: Die Region soll fit gemacht werden für die Zukunft. In diesem Frühjahr ist das Projekt mit zahlreichen Workshops zu verschiedenen Themengebieten gestartet. In diesen tauschen sich Vertreter von öffentlichen und privaten Firmen, von Kammern und Verbänden, Arbeitnehmervertretungen und verschiedenen Institutionen der Bildung aus und bringen sich selbst mit Ideen ein. Der April stand bislang im Zeichen von drei Themenbereichen, die an drei Standorten diskutiert wurden.

Aalen. Hier standen Digitalisierung und Automation, neue Werkstoffe und Fertigungstechnologien sowie die Zukunftsthemen Wasserstoff, Brennstoffzelle und Batterie im Fokus. Koordiniert von Peter Schmidt, Leiter Innovation & Technologie der IHK, betrachteten die 55 Teilnehmer auch Methoden der Innovation, technologische Entwicklungen oder den Wissens- und Technologietransfer. Mit dabei: Ostalb-Landrat Dr. Joachim Bläse sowie IHK-Vizepräsidentin und Vorständin der EurA AG, Gabriele Seitz. Die Ideen reichten von der Nutzung von Energie aus „Abfallprodukten“ und somit der Nutzung unentdeckter Potenziale aus Neben- und Abfallprodukten, über konkrete Projekte in Robotik und Automation bis hin zur Idee eines regionalen Wasserstoffnetzwerks. Aus dem Auftaktworkshop heraus sollen sich nun klare Arbeitsbereiche für zukünftige Projekte entwickeln.

Gmünd. Essenziell für die Zukunft der Region sind neue Firmen und ausreichend Nachfolger für bestehende Firmen. Der Workshop in Gmünd widmete sich mit rund 40 Teilnehmenden dem Ausbau und die Stärkung der Start-up-Region Ostwürttemberg. Denn: Erfolgreiche Gründer brauchen eine gute Infrastruktur. „Wir müssen Kräfte bündeln und neue Ideen, neue Geschäftsmodelle, andere Denkansätze entwickeln - und alte Denkmuster durchbrechen“, so OB Richard Arnold. Bernd Richter, Geschäftsführer von Richter lighting technologies und IHK-Vizepräsident, will einen „Nährboden zu schaffen, auf dem dauerhaft Ideen, Start-ups und Geschäftsmodelle wachsen können“.

Einig war sich der Workshop darin, dass die Region Unternehmergeist und gute Ideen besitzt – nötig sei aber eine bessere Vernetzung, etwa indem Kooperationen durch regionale Plattformen erleichtert werden oder Mentoren Start-ups und Jungunternehmen als Ratgeber zur Seite stehen. Weitere Ideen waren die Stärkung des Gründergeists an Schulen, Seminare zur Verbesserung der Qualität von Businessplänen, Workshops zur disruptiven Geschäftsentwicklung für Unternehmen.

Giengen. Worum in Zukunft jede Region buhlen dürfte, sind die Fachkräfte. Wie der Bedarf an diesen auch in Zukunft gedeckt werden kann, damit beschäftigt sich der Workshop in Giengen, der von Markus Kilian, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ostwürttemberg, koordiniert wurde. Rund 70 Teilnehmende brachten ihre Ideen zur Zukunft der regionalen Fachkräftesicherung ein.

Qualifizierungschancen und moderne Angebote in der Aus- und Weiterbildung sind laut des Workshops die relevanten Antworten auf einen Transformationsprozess, der in Zukunft viele Betriebe und Beschäftigte der Region beeinflussen wird. Beim Treffen dabei waren auch Ellwangens OB Michael Dambacher, Giengens OB Dieter Henle, sowie Ulrich Betzold, Geschäftsführer der Ellwanger Betzold-Gruppe und IHK-Vizepräsident.

Der Konsens: Fachkräfte sichern Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung, Wohlstand und Lebensqualität. Am Ende standen 18 fundierte Ideen, die sich von der Förderung der Berufsorientierung im Schulkindalter bis zum Recruiting erstrecken.  „Heute wollen wir nicht über Dinge nachdenken, die nicht gehen“, erklärt Kilian. In fünf Gruppen wurde für die von den Teilnehmenden ausgewählten fünf Leuchtturmprojekte ein Business Plan erstellt. Was nun folgt, sind Treffen der Arbeitsgruppen, in denen die Ideen weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden.

Weitere Informationen zur Zukunftsoffensive online unter www.zukunft-ostwuerttemberg.de

Wir müssen alte Denkmuster durchbrechen."

Richard Arnold, Oberbürgermeister Gmünd
Workshop in Aalen zu den Themen Innovation und Technologie.
Workshop in Gmünd mit Richard Arnold und Bernd Richter (rechts).

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