ZEI-Tec: Steht Investor bereit?

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Luftbild vom SHW-Areal in Wasseralfingen.
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Wie es bei der Aalener Firma nach dem Antrag auf Insolvenz nun weitergehen soll.

Aalen

Für den Wirtschaftsstandort Aalen war es keine gute Nachricht: Am vergangenen Freitag hatte das Start-up ZEI-Tec beim Amtsgericht Aalen Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen wollte eigentlich auf dem ehemaligen SHW-Areal, das nach der Übernahme des Geländes durch die Firma Gebrüder Rieger nun Rieger-Campus heißt, mehr als 30 Millionen Euro investieren, um hier sogenannte Eisenkerne für Transformatoren herzustellen. Am Ende ist das Unternehmen jedoch nicht, wie auch Insolvenzverwalter Henning Necker betont. Die Insolvenz verzögert jedoch auf jeden Fall die Planungen.

Der Grund für die Insolvenz war laut Gründer Ehrmann die Forderung eines Beratungsunternehmen, die ZEI-Tec nicht bedienen konnte. Das sei bedauerlich, da eine internationale Investorengruppe bereitstünde, sich an dem Unternehmen zu beteiligen, wie er erklärt. Ebenfalls unklar ist die Zukunft der Förderung durch das Bundesumweltministerium, das ZEI-Tec im Juli rund 7,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Ausgezahlt wurde das Geld noch nicht. Um sich die Förderung zu sichern, hat Ehrmann Kontakt zur Schröder-Consult GmbH mit Sitz in Berlin aufgenommen, die dem Start-up dabei helfen soll, die Fördermittel doch noch zu erhalten.

Ursprünglich war geplant, dass mit dem Um- und Ausbau der Produktionshallen auf dem SHW-Gelände Anfang 2022 begonnen wird. Aufträge zur Fertigung der rund 24 Millionen Euro teuren technischen Anlagen hat das Unternehmen bereits teilweise vergeben. Für Ende 2023 war der industrielle Produktionsstart geplant, auf den die großen Energieversorger wie E.ON, EWE Netze oder Netze BW GmbH laut Ehrmann bereits warten. Die neuartigen Eisenkerne sollen etwa in Transformatoren zum Einsatz kommen und energieeffizienter in Herstellung und Betrieb sein als das aktuell eingesetzte Blech.

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