Zeiss Meditec rechnet mit Umsatzminus

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Die Auswirkungen der Pandemie setzen dem Wachstumskurs des Medizintechnikers ein vorläufiges Ende.

Oberkochen/Jena. Jahrelang kannte das Wachstum von Zeiss Meditec keine Grenzen. Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich waren die Regel, die Aktie des Medizintechnikers verzückte die Anleger mit einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Die Covid-Pandemie hat der Erfolgsgeschichte nun einen herben Dämpfer verpasst.

Wie das Unternehmen mitteilt, wird der Umsatz im Geschäftsjahr 2019/20 voraussichtlich um 5,9 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro sinken. In den ersten neun Monaten lag das Minus bei 5,8 Prozent, der Umsatz bei 967,9 Millionen Euro.

Allerdings gilt die Prognose (mit einem im Vergleich zu anderen Unternehmen relativ geringen Minus) nur für den Fall, "dass sich die Märkte erholen und dass insbesondere keine signifikanten zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie die Entwicklung belasten", so Meditec in einer Mitteilung. Der Gewinn vor Zinsen und Ertragsteuern lag nach neun Monaten bei 111,9 Millionen Euro (Vorjahr 184,2 Millionen). Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,77 Euro (Vorjahr 1,22). Der Aktienkurs reagierte und sank um zwei Prozent.

Die endgültigen Zahlen für die ersten neun Monate präsentiert Zeiss Meditec Anfang August, dann findet auch die Hauptversammlung statt – wegen Corona lediglich virtuell.

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