Zeiss Meditec: Risikofaktor China-Lockdown

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Bei Zeiss Meditec arbeiten rund 3500 Menschen.
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Zeiss Meditec weist erneut gute Zahlen aus. Der Gewinn wird allerdings durch höhere Investitionen belastet.

Oberkochen. Die Carl Zeiss Meditec bleibt trotz diverser Widrigkeiten auf Wachstumskurs. Der Umsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021/22 ist um 11,2 Prozent auf 1,333 Milliarden Euro gestiegen. Noch stärker fällt das Plus beim Auftragsvolumen aus: Dieses legte um 36 Prozent auf rund 1,75 Milliarden Euro zu.

„In den letzten Monaten hat uns die global weiterhin angespannte Lieferkettensituation sowie der Covid-19-Lockdown in Shanghai vor große Herausforderungen gestellt, die unsere Teams jedoch einmal mehr hervorragend bewältigen konnten“, erklärt Vorstandschef Dr. Markus Weber. „Mit dem sehr soliden Umsatzwachstum und dem noch stärkeren Auftragseingang bin ich daher hoch zufrieden. Unsere Märkte und unser Portfolio entwickeln sich stark.“

Ebenfalls zufrieden dürfte Weber mit der Ertragslage sein. Das operative Ergebnis bewegt sich mit 275,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Meditec begründet die im Vergleich geringere Rentabilität und gesunkene Ebit-Marge mit „plangemäß höheren Investitionen in Vertrieb und Marketing sowie in Forschung und Entwicklung“, die sich „belastend“ ausgewirkt haben.

Für das komplette Geschäftsjahr rechnet Meditec mit einem Umsatz von 1,8 Millionen Euro, die Ebit-Marge (Verhältnis von operativem Ergebnis zu Umsatz) soll zwischen 19 und 21 Prozent rangieren. Allerdings nur unter der Voraussetzung, „dass sich die COVID-19-Lage in China und die weltweite Lieferkettensituation im Laufe des vierten Quartals 2021/22 nicht weiter verschärft“, wie das Unternehmen mit Sitz in Jena und großem Standort in Oberkochen schreibt.

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