Zeiss Meditec: starkes Halbjahr, aber Sorge wegen Lieferketten

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Bei Zeiss Meditec arbeiten rund 3400 Menschen.
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Umsatz und Gewinn wachsen, Sorgen bereiten der Firma allerdings die weiterhin gespannten Lieferketten.

Oberkochen. Noch stärker als die Erlöse, die um 11,5 Prozent auf 855 Millionen Euro gewachsen sind, legte der Auftragseingang im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 zu: Dieser notiert fast 31 Prozent im Plus, das Medizintechnikunternehmen erhielt Aufträge im Wert von knapp mehr als einer Milliarde Euro. Sorgen bereiten dem Unternehmen mit Sitz in Jena und Standort in Oberkochen allerdings die angespannten Lieferketten.

„Die Lieferkettensituation im Gerätegeschäft hat sich in den letzten Monaten weiter zugespitzt – unter anderem wegen des Ukraine-Kriegs und der COVID-19-Lockdowns in China“, erklärt Vorstandschef Dr. Markus Weber. Umso mehr freue er sich über die guten Halbjahresergebnisse.

Auch unter dem Strich war es ein gutes Halbjahr für Meditec. Der operative Gewinn wuchs indes nicht so stark wie der Umsatz: von 162,7 Millionen auf 177,3 Millionen Euro. Das liegt unter anderem an den gestiegenen Ausgaben für Vertrieb und Marketing sowie für Forschung und Entwicklung.

Die Prognosen des Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 bleiben unverändert: Der Umsatz soll mindestens in Höhe des Marktwachstums zulegen. Einen Unsicherheitsfaktor stellen laut Meditec allerdings die weiterhin angespannten globalen Lieferketten dar, insbesondere das Gerätegeschäft leidet darunter. Hierzu würden politische und makroökonomische Faktoren wie der Krieg in der Ukraine sowie die regionalen COVID-19-Lockdowns in China beitragen. „Die Risiken von Lieferstörungen sind deutlich gestiegen, weitere Engpässe im laufenden dritten Quartal sind zu erwarten“, so das Unternehmen weiter.

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