Zeiss stattet Planetarium aus

+
Im Moment wird das ehemalige Gasometer noch zum neuen Planetarium in Halle (Saale) umgebaut. Bald wird es dann mit der modernen Projektionstechnik von Zeiss ausgestattet. Bild: Stadt Halle (Saale) / Thomas Ziegler.

Die neue Anlage in Halle verfügt über eine besonders moderne Technik.

Oberkochen. Der Optikkonzern Zeiss stattet das neue Planetarium in Halle (Saale) mit moderner Technik zur Darstellung der Himmelsphänomene und für die 360-Grad-Videoprojektion aus. Der Kuppelsaal, das Herzstück, wird zukünftig mit 12-Metern-Durchmesser über 100 Gästen Platz bieten. Im Zentrum des Auditoriums wird ein Planetariumsprojektor von Zeiss den Sternhimmel naturgetreu simulieren, sechs Zeiss-Projektoren werden vom Rand aus die gesamte Kuppel mit digitalen Bildinhalten bespielen. Das Planetarium Halle zählt zudem zu den ersten Kunden, die mit „Uniview Open Dome “ eine technische Lösung von ZEISS erhalten, die es gestattet, beliebige Inhalte in Echtzeit direkt von einem Laptop oder PC an die Kuppel zu projizieren - und das bei einer besonders Auflösung. „Mit dem System eröffnet sich für Planetarien nicht weniger als ein neues Zeitalter. Die Technik schränkt erstmals nicht mehr ein, was an die Kuppel projiziert werden kann“, erklärt Martin Kraus, Leiter des Bereichs Planetarien bei Zeiss.

„Die Wissensvermittlung steht in unserem Planetarium im Vordergrund. Wir werden Programme bieten, die zeigen, was ein modernes Planetarium alles kann“, betont Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums Halle. „Es geht nicht nur darum, Sterne zu gucken, sondern wir wollen auch ein Kulturraum sein, wofür die Projektionstechnik von Zeiss hervorragend geeignet ist.“ Kraus erzählt: „Die Technik für das Planetarium Halle wird zurzeit in unserer Werkskuppel ausgiebig getestet. In wenigen Monaten wird in Halle eines der modernsten Planetarien Europas seine Tore öffnen und wir wünschen der Bildungs- und Kultureinrichtung schon heute viele begeisterte Gäste.“ Die Eröffnung ist für Frühjahr 2022 geplant.

Die neue Einrichtung in Halle ist ein Ersatzneubau für das ehemalige Planetarium auf der Peißnitz-Insel, welches 2013 durch Hochwasser so stark beschädigt wurde, dass ein Wiederaufbau nicht möglich war. Am neuen Standort entstehen auch Ausstellungsflächen, eine Beobachtungs- und Eventterrasse sowie eine Sternwarte.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare