Zeiss verleiht der „Eule“ Flügel

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Für die Gmünder Wissenswerkstatt, in der Schüler und junge Erwachsene Technik erfahren, gibt's einen Scheck in Höhe von 30 000 Euro.

Schwäbisch Gmünd

Einen dicken Spendenscheck haben Verantwortliche von Zeiss am Freitagnachmittag im Foyer der Gmünder Wissenswerkstatt „Eule“ an die Einrichtung überreicht. In der Werkstatt nebenan wurde zur gleichen Zeit ausgemessen, gefeilt, geschraubt und justiert: 20 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der Friedensschule Rehnenhof fertigten im Wahlkurs aus Rohren, Schaumstoffröhren und Linsen Fernrohre mit 80 Zentimeter Brennweite, Sucher und Handyhalterung zum Fotografieren: Das passte wiederum perfekt zu dem Oberkochener Optikkonzern, der den Ort zum Tüfteln, Begreifen und Ausprobieren mit 30.000 Euro bedachte.

Die Summe, erläuterte Zeiss-Kommunikationschef Jörg Nitschke, stammt einerseits aus dem Zeiss-Förderfonds: „Eine Initiative im MINT-Bereich, angesiedelt in unserer Region, erfüllt genau die Voraussetzungen für diese Förderung“, sagte Nitschke. Zum anderen hat Zeiss hier das eigene Preisgeld aus dem Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg weitergereicht. Den erhielt die Zeiss-Sparte Industry Quality Solutions 2021 in der Kategorie „Materialeffizienz“ für ein Paket, das es erlaubt, 20 Jahre alte Zeiss-Portalmessgeräte mit neuester Technologie nachzurüsten.

„Super Perspektive“ für die jungen Menschen

Michael Nanz, Geschäftsführer der Technischen Akademie für berufliche Bildung und der „Eule“, freute sich über die Zuwendung: „Die Partnerschaft mit Zeiss ermöglicht es uns, praktische Angebote im Bereich der Optik auszuweiten und junge Menschen für diese Systeme zu begeistern.“ Aber nicht nur Optik, auch zahlreiche andere Zukunftstechnologien wie 3D-Druck, Robotik und Virtual Reality bringt die „Eule“ den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihren zahlreichen Kursen näher.

„Firmen geben der Gesellschaft etwas zurück“

Digitalisierung, demografischer Wandel und Nachhaltigkeit seien Stichwörter, die den grundlegendsten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft „seit 200 Jahren“ kennzeichneten, betonte Landrat Dr. Joachim Bläse. Durch praktisches Erleben wie in der „Eule“ könnten junge Menschen diesen Wandel als Chance erfahren. Hier könne man sie für Technik begeistern und ihnen eine „super, super Perspektive geben“.

Klaus Arnholdt, Leiter des Amtes für Bildung und Sport der Stadt Schwäbisch Gmünd, lobte: „Die Vernetzung funktioniert in der ,Eule' so gut wie sonst nirgendwo sonst, sowohl mit den kommunalen Partnern als auch mit den Unternehmen.“ Dem schloss sich Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold an, der die „Eule“ als echtes Erfolgsmodell seit ihrer Gründung 2014 bezeichnete: „Dem Fachkräftemangel können wir mit solchen Einrichtungen vorbeugen.“ Heubachs Schultes Dr. Joy Alemazung fügte mit Blick auf Zeiss hinzu: „Die Firmen geben der Gesellschaft so viel zurück, in Form von Arbeitsplätzen und weit darüber hinaus.“ Nadine Kaiser, Geschäftsfürerin der regionalen Wirtschaftsförderung WiRO, sagte: „Die Talente von morgen werden auch in der Eule Gmünder Wissenswerkstatt ausgebildet und hier für die Zukunft inspiriert.“

  • Die 2014 gegründete „Eule Gmünder Wissenswerkstatt“ ist ein Europäisches Leuchtturmprojekt, das mit Fördermitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg finanziert wird. Sie bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen außerhalb des Schulunterrichts anwendungsorientierte Projekte aus Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Jedes Jahr nehmen rund 8000 Schüler, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an den Kursen und Aktivitäten teil – zum Beispiel in Holz- und Metallbearbeitung, Elektro- und Steuerungstechnik, Siebdruck, Film- und Fototechnik, Robotik, verschiedenen Programmiersprachen, 3D-Druck, Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz. Träger ist die Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd.

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