ZF: Betriebsrat kritisiert Konzernführung

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Daniel Sauerbeck, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats der Division Passive Sicherheitstechnik.
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Betriebsrat und Gewerkschaft sehen große Unsicherheit in der Belegschaft.

Alfdorf. Der ZF-Konzern will seine Sicherheits-Sparte und den Standort Alfdorf ausgliedern und eigenständig aufstellen. Nun hat sich der Betriebsrat des Unternehmens geäußert. In der Belegschaft herrsche eine „große Unsicherheit“, so Daniel Sauerbeck, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats der Division. Er zeigte sich „verwundert“: „Ich kann die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachvollziehen. Die Ungewissheit ist belastend, wir brauchen Absicherung der Arbeitsbedingungen auf lange Sicht.“ Sauerbeck fordert die Entscheider auf, mit offenen Karten zu spielen. „Wir fordern, kontinuierlich über den Prozess informiert zu werden und die Regularien der Mitbestimmung einzuhalten.“

Auch Heike Madan, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Gmünd, kritisiert das Vorgehen der Firmenführung. Die habe erst nach Aufforderung in Form eines „Offenen Briefes“ der Arbeitnehmervertretung reagiert und dementiert, bis es nicht mehr anders ging.

„Wir fordern ab jetzt Offenheit auf Seite der Entscheider in diesem Prozess“, sagt Sauerbeck. Die Bedenken der Arbeitnehmenden würden zudem durch die ZF-Entscheidung, den Standort Eitorf zu schließen, verstärkt.

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