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Die Bildung fördern lassen

Wer für seine Ausbildung umziehen muss oder nach der Lehre berufliche Weiterbildungen absolviert, kann vom Staat Zuschüsse erhalten.
  • Wer als Azubi Miete für eine eigene Wohnung zahlen muss, bekommt unter Umständen die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe.Foto: Christin Klose/dpa

Wer eine Ausbildung macht und dafür von zu Hause auszieht, erhält unter Umständen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „Planet-Beruf“ hin.

Es gibt jedoch einige Voraussetzungen für die BAB. Anspruch haben nur diejenigen, die eine anerkannte duale Berufsausbildung machen. Außerdem gibt es die Beihilfe nur dann, wenn Jugendliche umziehen müssen, weil der Betrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist.

Die Berufsausbildungsbeihilfe  

Auch wer über 18 Jahre alt ist oder beispielsweise ein Kind hat, kann den Anspruch prüfen lassen. BAB wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragt und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe ist abhängig von verschiedenen Faktoren, etwa der Ausbildungsvergütung.

Einige Beispielrechnungen gibt es in dem BAB-Merkblatt der Arbeitsagentur. Ob man voraussichtlich berechtigt ist, kann man auch mit dem BAB-Rechner der Arbeitsagentur nachprüfen.

Daneben kann bei einem Umzug für die Ausbildung auch eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder Wohngeld finanzielle Entlastung bringen.

Auch Weiterbildungen können unter bestimmten Voraussetzungen finanziell gefördert werden. Der Ratgeber „Gute Arbeit“ der Bundesregierung gibt einen Überblick. Wer sich weiterbilden möchte, kann zum Beispiel die folgenden Angebote in Betracht ziehen:

Möchte man etwa seinen Berufsabschluss nachholen, kann man sich unter bestimmten Umständen über die sogenannte Weiterbildungsprämie freuen. Bei einer Umschulung gibt es etwa für die bestandene Zwischenprüfung eine Prämie von 1000 Euro, für die Abschlussprüfung 1500 Euro. Ein entsprechender Nachweis zur bestandenen Prüfung muss der Arbeitsagentur vorgelegt werden, die auch weitere Infos hat.

Wer sich auf eigene Faust weiterbilden möchte, etwa mit einem Sprachkurs, kann sich über die sogenannte Bildungsprämie informieren. Das Bundesbildungsministerium unterstützt Erwerbstätige mit einer Prämie von 500 Euro. Laut Ratgeber sind Erwerbstätige ab 25 Jahren förderberechtigt, deren zu versteuerndes Einkommen unter 20 000 Euro liegt. Wichtige Infos sind auf www.bildungspraemie.info zusammengefasst.

Mit dem Aufstiegs-BAföG werden etwa Fortbildungsabschlüsse wie Meister, Techniker oder Betriebswirt gefördert. Informieren kann man sich auf der Seite www.aufstiegs-bafög.de.

Nicht zuletzt kommen zur Finanzierung einer Weiterbildung auch Stipendien in Frage. Mit dem staatlich geförderten Aufstiegs- oder Weiterbildungsstipendium bekommen Fachkräfte zum Beispiel Zuschüsse für ein Studium oder anspruchsvolle Fortbildungen. Prüfen kann man die Angebote auf der Webseite der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) unter www.sbb-stipendien.de.

© Schwäbische Post 06.11.2020 15:47
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