Die Wege der IT sind doch ergründbar

In der digitalen Welt spielen Datenverarbeitung und die Vernetzung von Hardware und Software eine immer bedeutendere Rolle. Azubi Leon Kersten erzählt, worauf es bei seiner Ausbildung als Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration ankommt.
  • Leon Kersten ist angehender Fachinformatiker. Zu den Ausbildungsinhalten zählt es zum Beispiel, IT-Systeme einzurichten, Software zu programmieren, Server zu konfigurieren oder Datenbanken zu erstellen. Foto: Judith Michaelis/dpa
  • Azubi Leon Kersten prüft die Verkabelung eines IT-Systems. Foto: Judith Michaelis/dpa

Die Welt wird immer digitaler, an einem eigenen IT-System führt für Unternehmen oft kein Weg vorbei. „Doch IT-System ist nicht gleich IT-System“, sagt Leon Kersten. Der 22-Jährige absolviert eine Ausbildung zum Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration bei einem großen Telekommunikationsunternehmen in Düsseldorf.

Abgestimmt auf die Bedürfnisse von Geschäfts- und Privatkunden, aber auch auf betriebsinterne Abteilungen, plant und konfiguriert Kersten Informations- und Kommunikationslösungen. Er verbindet am Rechner Hard- und Software zu komplexen Systemen und zeigt Anwendern, wie sie diese nutzen können. „Toll ist, dass ich meine Technik-Begeisterung auch beruflich ausleben kann“, sagt der Auszubildende.

Zwei Fachrichtungen

Die Ausbildung existiert in zwei Fachrichtungen: Entweder spezialisiert man sich auf den Bereich Anwendungsentwicklung – hier geht es vor allem darum, Software zu programmieren. Oder die Auszubildenden entscheiden sich für die Fachrichtung Systemintegration. Dabei steht die Vernetzung von Hard- und Software im Vordergrund.

Technik-Begeisterung allein reicht zum Einstieg in den Fachinformatiker-Beruf aber nicht aus. Von Vorteil ist auch, wenn Auszubildende fit in Informatik sind. So fällt ihnen das Programmieren leichter. Darüber hinaus sollte Englisch kein rotes Tuch sein, denn Software wird häufig auf Englisch programmiert. Zudem kommt es auf soziale Kompetenzen an, schließlich haben Fachinformatiker viel Kontakt mit Kunden, die nicht so technikaffin sind. Sie sind außerdem dafür zuständig, die IT-Nutzer im Unternehmen für die verschiedenen Systeme zu schulen.

Toll ist, dass ich meine Technik-Begeisterung auch beruflich ausleben kann.

Leon Kersten, Auszubildender als Fachinformatiker

Drei Jahre Ausbildung

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Die Auszubildenden lernen beispielsweise, wie sie Software programmieren, Server konfigurieren oder Datenbanken erstellen und wie die einzelnen Bauteile der Hardware miteinander kommunizieren.

„Die Tätigkeit ist wirklich sehr breit gefächert“, erzählt Kersten. Ihm macht es Spaß, technischen Problemen auf den Grund zu gehen – auch wenn es gelegentlich etwas länger dauert. Lösungen erarbeiten Fachinformatiker im Team oder auch allein am Rechner. Im Arbeitsalltag kommt es auf Genauigkeit ebenso an wie auf Kreativität und Problemlösungskompetenz. Das gefällt Kersten an seinem Job, allerdings sei der Beruf auch „sehr bürolastig“. Doch Leon Kersten hat in der IT seinen absoluten Traumberuf gefunden. dpa

© Schwäbische Post 17.01.2020 15:35
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