Drei Schritte zur passenden Ausbildung

Die Agentur für Arbeit berät angehende Auszubildende professionell und kostenlos bei der Suche nach einem Ausbildungsberuf. Mit diesen drei Schritten sollte der Weg von der Schule in den Wunschberuf gelingen.
  • Foto: adobe stock/Thomas Reimer

Den richtigen Beruf findest du ziemlich sicher nicht einfach auf Knopfdruck. Es ist kaum möglich, spontan die richtige Entscheidung zu treffen. Berufswahl ist ein Prozess, bei dem du zahlreiche Aspekte berücksichtigen solltest. Du musst Antworten auf viele Fragen finden. Zum Beispiel:

  • Wie finde ich unter den rund 400 betrieblichen und den vielen schulischen Ausbildungsberufen den passenden Beruf für mich?
  • Wann muss ich mich für einen Beruf entscheiden?
  • Wann soll ich mich bewerben?

Spätestens in der vorletzten Klasse solltest man beginnen, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Bist du rechtzeitig dran, reicht die Zeit, um deine Ideen reifen zu lassen, sie auch mal zu verwerfen, zu überprüfen und ggf. nach Alternativen zu suchen. Dieser „Berufswahlprozess“ erscheint dir und deinen Eltern anfangs vielleicht wie ein unüberwindliches Hindernis. Mit einem guten Plan, in dem du die einzelnen Schritte zu deinem Ausbildungsplatz genau aufschreibst, wirst du auch diese Hürde überwinden. Viele interessante Tipps und Hinweise, wie und wann welche Etappen der Berufswahl am besten zu meistern sind, findest du im Berufswahlfahrplan der Berufsberatung.

Also, überlass deine Ausbildungsplatzsuche nicht dem Zufall, sondern plane sie sorgfältig. Lass dich dabei von den echten Profis unterstützen – den Berufsberatern.

Schritt 1: orientieren und informieren

Einen Beruf wechselt man nicht so einfach wie ein Outfit. Überlege dir also einen Beruf, der zu dir passt und den du gerne ausüben möchtest. Aber wie findest du das heraus? Überlege genau was dir Spaß macht, was du gut kannst oder auch weniger gut, was dich interessiert beziehungsweise überhaupt nicht interessiert. Wo bist du richtig gut? Denke bei dieser Frage an alle Bereiche deines Lebens – Schule, Praktika, Hobbys, freiwilliges Engagement (zum beispiel Sportverein, Jugendgruppe). Sprichst du mehrere Sprachen? Bist du handwerklich begabt? Organisierst du alles Mögliche?

Mit all diesen Fragen und Gedanken kannst du etwas über deine persönlichen Interessen und Stärken herausfinden.

Spreche auch mit deinen Eltern, Lehrern und Freunden darüber, wie sie dich einschätzen. Vielleicht bringen sie dich auf ganz neue Ideen. Erkundige dich dann, ob es einen Beruf gibt, mit dem du das alles umsetzen kannst. Passen die Anforderungen der Berufe zu deinen persönlichen Stärken und Interessen?

Hier bringt dich auch ein Besuch auf einer der Ausbildungs- und Studienmessen im Ostalbkreis bestimmt weiter. Nimm Kontakt mit deinem Berufsberater auf. Du kennst ihn sicher schon von einer Info-Veranstaltung oder einer Sprechzeit an deiner Schule. Er kann dir wertvolle Tipps zur Berufswahl geben und dich über verschiedene Berufe informieren. Ebenso erklärt er dir und deiner Klasse, wie du am effektivsten das Berufsinformationszentrum (BIZ, BIZ-Mobil) und die Internetprogramme der Berufsberatung nutzen kannst. Er informiert auch deine Eltern zum Beispiel bei einem Elternabend an der Schule und organisiert verschiedene Projekte um dich zusätzlich bei der Berufswahl zu unterstützen.Nützliche Informationen findest du auch im Internet unter www.planet-beruf.de

Schritt 2: entscheiden

Du hast deinen Wunschberuf schon gefunden? Super! Aber bevor du dich vielleicht vorschnell auf diesen einen Beruf festlegst, überlege dir noch zwei bis drei (besser mehrere) andere Berufe, die dir auch gefallen könnten und die natürlich auch für dich erreichbar sind (Schulabschluss, Noten …). Idealerweise erstellst du dir dann deine persönliche „Liste der Wunschberufe“.

Du bist noch unentschlossen? Hier kann dein Berufsberater dir bestimmt in einem individuellen Beratungsgespräch weiterhelfen. Er kann dir auch einen Berufswahltest anbieten, der dir hilft, eine Entscheidung zu treffen.

Schritt 3: bewerben

Du hast dich für einen Beruf entschieden? – die Bewerbungsphase beginnt. Für dich bedeutet das: Bewerbungsunterlagen erstellen, Adressen von Ausbildungsbetrieben besorgen, evtl. nochmals gezielt Praktika anbieten und auf Tests und Vorstellungsgespräche vorbereiten. Das wichtigste aber: Bewerbungen an Ausbildungsbetriebe versenden, und zwar für alle Berufe, die du auf deiner persönlichen „Berufeliste“ notiert hast. Die besten Tipps, um einen Ausbildungsplatz zu finden, bekommst du bei deiner Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Die Berater kennen die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe und wissen, wo es freie Stellen gibt.

In einem persönlichen Beratungsgespräch bekommst du Antworten auf alle Fragen zum Thema Stellensuche und Bewerbung. Hier erfährst du auch, wann die optimale Zeit für Bewerbungen ist oder ob es Bewerbungsfristen mit fixen Endterminen gibt. Die hängen zum einen von den Wunschberufen ab, zum anderen aber auch von den Betrieben, die die Ausbildungsplätze anbieten. Für einige Berufe musst du dich bereits fast eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn bewerben. Agentur für Arbeit

Wichtige Internetadresse: https://jobboerse.arbeitsagentur.de. Hier findest du Ausbildungsstellen in nahezu allen Berufen.

© Schwäbische Post 31.10.2019 15:39
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