Urlaub als Werkstudent

Arbeitsrecht Mal montags, mal mittwochs, mal halbe Tage, mal ganze Tage – Werkstudenten arbeiten oft zu sehr unregelmäßigen Zeiten. Wie verhält es sich da mit den Urlaubsansprüchen?

„Für Werkstudenten gelten keine Besonderheiten“, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. „Das wird genauso gehandhabt wie bei anderen Teilzeit-Arbeitsverhältnissen auch.“ Das heißt im Klartext: Auch Werkstudenten haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der erste Blick sollte deshalb in den Arbeits- oder Tarifvertrag gehen, rät Anwalt Bredereck. Da können Werkstudenten nachprüfen, wie hoch der Urlaubsanspruch für Vollzeitangestellte ist.

Den zustehenden Urlaub richtig berechnen

Auf Basis dessen lässt sich der anteilige Urlaubsanspruch berechnen. „Dazu teilt man die angegebene Anzahl der Urlaubstage durch den Faktor 5 und multipliziert das Ergebnis mit der Anzahl der Tage, die man pro Woche arbeitet“, erklärt der Fachanwalt zu diesem Sachverhalt. Bei einem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen ergibt sich daraus etwa für Werkstudenten, die ihre Stunden an drei Tagen pro Woche ableisten, ein jährlicher Urlaubsanspruch von insgesamt 12 Tagen.

„Den Urlaub setzen Werkstudenten an den Tagen ein, an denen sie normalerweise arbeiten würden“, ergänzt der Fachanwalt. Damit kann ein Werkstudent mit einer 3-Tage-Woche und 12 Tagen Urlaubsanspruch im Jahr immerhin vier Wochen bezahlten Jahresurlaub machen – zum Beispiel während der Semesterferien. dpa

© Schwäbische Post 04.09.2019 15:51
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