Was tun nach der Schule?

Ausbildung Nach der Schule ist vor der Arbeit: Nicht jeder weiß von Anfang an, was einem wirklich liegt. Für viele Jugendliche gleicht die Berufswelt einem Dschungel. Deshalb ist es wichtig, zunächst einmal Orientierung im Dickicht der Berufswelt zu finden.
  • Welcher Beruf passt zu mir und welches Unternehmen bildet diesen aus? Bei vielen Schülern sorgt die Berufswahl schnell für Frust. Foto: fotolia.de/Eléonore Horiot

Hilfe, was soll ich bloß werden? Spätestens im letzten Schuljahr steht sie für viele Jugendliche an: Die Entscheidung, wo es beruflich einmal hingehen soll.
Es ist ganz schön knifflig, auf diese Frage eine Antwort zu finden. Und nicht jeder weiß von Anfang an, was einem wirklich liegt. Deshalb heißt es erst mal: Orientierung finden.

Nur wer sich wirklich im Klaren darüber ist, was er später einmal werden möchte, kann sich voll und ganz auf seine Bewerbung konzentrieren. Doch bis es zu dieser kommen kann, ist es für einen Großteil junger Menschen noch ein weiter Weg.

Finde deine Stärken heraus

Hier gilt es, sich auf seine ganz persönlichen Stärken und vor allem Interessen zu fokussieren – und diese dafür zu nutzen, die richtige Abzweigung für einen ausfindig zu machen. Unsere Tipps und Tricks machen es denen leichter, die inmitten eines Dschungels aus verschiedensten Berufssparten eine Lichtung finden und später keine böse Überraschung erleben wollen. Nämlich dann, wenn der Berufspfad nun so gar nicht zu einem passt – doch keine Panik, selbst dann ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Die berufliche Laufbahn lässt sich auch ändern.

Berufliche Vielfalt entdecken   

Wer privat in seiner Freizeit in seiner eigenen Werkstatt herumschraubt, ein echter Computerprofi ist oder beim Babysitten gemerkt hat, dass ihm der Umgang mit Kindern am meisten Spaß macht, der hat zumindest schon einmal einen ersten Ansatzpunkt. Allgemein können eure Hobbys schon einmal einen ersten Ansatzpunkt liefern, wohin die berufliche Richtung gehen könnte. Die große Mehrheit allerdings muss zunächst einmal auf das Unbekannte einlassen. In schul-internen Maßnahmen wie etwa BORS oder BOGY haben Schüler die Möglichkeit, durch ein Praktikum in eine bestimmte Sparte hineinzuschnuppern.

Auch nach dem Abschluss bleibt diese Möglichkeit natürlich offen – einfach bei dem favorisierten Betrieb anrufen, sich mit dem Verantwortlichen für Praktika verbinden lassen und diesen fragen, ob man kommen darf. So schindet man gleichzeitig Eindruck und zeigt seinen Willen. Einzig darauf verlassen muss und sollte man sich allerdings nicht. Denn man sollte sich für ein mögliches Praktikum schon mit ordentlich zeitlichem Vorlauf bewerben – gerade zur Ferienzeit seid ihr ziemlich wahrscheinlich nicht der einzige Kandidat, der in die Firma hineinschnuppern möchte.

Familie und Freunde fragen

Aber auch abseits von Praktika und dem vorbereitenden Unterrichten in der Schule gibt es für junge Menschen einige Anlaufstellen. Bevor man diese anpeilt, kann man aber in seinem persönlichen Umfeld schon einiges an Vorarbeit leisten: In Gesprächen mit Freunden und der Familie erfährt man gut, was für ein Typ man ist – schließlich hat man mit diesen in der Regel am meisten zu tun.

Das BIZ berät

So kann man sich schon mal seine Fähigkeiten und Interessen notieren und hat zumindest etwas in der Hand, wenn man sich für ein erstes Beratungsgespräch in das örtliche Jobcenter oder das Berufsinformationszentrum (BIZ) begibt.

Hier findet man massig Informationsmappen, verschiedene Bücher, Zeitschriften und Magazine zum Thema Berufswahl. Zusätzlich kann man auch erfragen, ob und wann Informationstage oder Ausbildungsmessen in der Gegend stattfinden.

Job-Portale im Internet

Für die, die sich gerne erst mal auf sich allein gestellt und ganz ohne Druck informieren möchten, steht das Internet zur Verfügung. Es gibt viele Seiten, die sich darauf spezialisiert haben, jungen Suchenden allerlei Perspektiven aufzuzeigen. Die Seiten „jobboerse.de“ und „stepstone.de“ sind zum Beispiel gute Anlaufstellen, die auch einen nützlichen Suchassistenten bieten, der einem Ausbildungsstellenangebote zusendet.

Doch auch auf den Internetseiten der Ausbildungsbetriebe sind nützliche Informationen zu finden, welche auch schon einiges über das Unternehmen selbst verraten.

Es ist dein Weg, du alleine entscheidest, in welche berufliche Richtung du gehen wirst. Es ist kein Beinbruch, jetzt noch nicht zu wissen wo es später einmal lang gehen soll. Aber verlier’ keine Zeit, denn zum Informieren stehen dir schon heute alle Türen offen. te

© Schwäbische Post 04.09.2019 15:49
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