Vorwürfe wegen Pannen beim Einsatz

Zugriff der Polizei auf die mutmaßlichen Täter verlief nicht problemlos. Zwei Verdächtige entkamen.
Zwei Tage nach drei Verhaftungen wegen des spektakulären Juwelendiebstahls in Dresden sind zwei verdächtige Männer weiter auf der Flucht. Die Fahndung nach den 21-jährigen Zwillingsbrüdern aus dem Berliner Clan-Milieu läuft nach Angaben der Behörden vom Donnerstag „mit Hochdruck“. Der Fall war am Mittwochabend auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY . . .“ erwähnt worden. Das Fluchtauto des einen Mannes war bereits am Dienstagabend gefunden worden.

Obwohl die beiden Verdächtigen fliehen konnten, sehen die Behörden „nach bisheriger Einschätzung keine konkreten Anhaltspunkte“ für Einsatzdefizite. „Die im Einsatzkonzept vorgesehene zeitgleiche Festnahme aller fünf dringend Tatverdächtigen konnte nicht realisiert werden“, erklärten sie in ihrer Stellungnahme zu einem Bericht der „Bild“-Zeitung über Pannen bei der Verhaftung der mutmaßlichen Täter.

Laut dem „Bild“-Bericht, der sich auf Einsatzprotokolle der Polizei stützt, soll die Polizei die fünf jungen Männer vor dem Zugriff observiert und abgehört haben. Es habe zuvor Hinweise auf eine akute Fluchtgefahr gegeben. Die Polizei halte es nicht für ausgeschlossen, dass der geplante Einsatz bekannt war oder bemerkt wurde, hieß es in der „Bild“-Zeitung. dpa
© Südwest Presse 20.11.2020 07:45
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