Hier schreibt der Katholische Frauenbund Westhausen

SCHWOBALAND en FRAUAHAND – Mir danzat wia dr Lomb am Schdegga beim Frauabundfasching

Der Einfachheit halber ist folgender Bericht in Schriftdeutsch. Ansonsten war beim Fasching des Katholischen Frauenbundes Westhausen einfach alles schön, vertraut schwäbisch.

„Schwäbisch isch seggsie!“ – dieser und andere Sprüche begrüßten zusammen mit Äffle, Pferdle und wunderhübschen, gebastelten Blumengärten als Tischdeko die vielen Frauen, die am Montag, den 20. Februar um 18.30 Uhr die Turn- und Festhalle betraten. Traditionell lud der Katholische Frauenbund Westhausen wieder einen Woche vor Rosenmontag ganz exklusiv nur die Frauen und Mädchen ein, gemeinsam zu feiern. Die Halle war voll, als das bunte Treiben mit dem Einmarsch begann, welcher an sich bereits einen der Höhepunkte des Abends darstellt: Charlotte Rauhbach und Ingrid Massopust, die erneut wieder durchs komplette Programm führten, wurden live aus der „Landesschau“ nach Westhausen zugeschaltet und kommentierten das Getümmel der vielen Schwäbinnen und ihrer Eigenarten: Fleißige Häuslebauer betraten zusammen mit Gärtnerinnen die Halle – gemäß dem Schwaben-Gesetz „Schaffa, schaffa, Häusle baua“. Der Frauenbund-Nachwuchs stellte gleich eine ganze Fußballmannschaft, ihnen folgten die schwäbischen Tüftler, Denker und Käpsala: Margarethe Steiff wurde flankiert von ihren Plüschtieren, dann grüßten Einstein, Hesse und Dübel-Fischer das Publikum. Dass das Schwabenland mit Reizen nicht geizt, zeigten die Bauchläden von Triumph. Und was macht die schwäbische Hausfrau den lieben langen Tag? Neben der Kehrwoch und „dem bisschen Haushalt“ bleibt auch Zeit für ein Kaffee-Kränzle: So rollte ein gedeckter Tisch durch die Halle und wer Glück hatte, bekam etwas Leckeres davon ab. Würdevoll und ebenso großzügig mit Kulinarischem schritten die Wein- und die Brezelkönigin durch den Mittelgang. Des Schwaben höchstes Gut, Spätzla, wurden sogar gleich in einem Loblied besungen. 1. Vorsitzende Helga Granitzer überraschte als „Äffle ohne s’Pferdle – des isch nämlich d’Stiaga na g‘floga“. (Herzliche Genesungs-Wünsche an 2. Teamsprecherin Bettina Bordt) Gleich 3-fach musikalisch fand der kunterbunte Einmarsch sein Ende: Mit der Fischerin vom Bodensee und ihrem Schifferklavier, mit der schwäbischen Eisenbahn inklusive Ziegenbock und mit einem gemeinsam gesungenen Lied vom Frauenbund am Ende.

Der Tanz wurde mit einem mitreißenden Flashmob eröffnet, nahtlos übernahm das Trio von HappyHour, das den ganzen Abend in Bestform für Stimmung sorgte und die Frauen auf die Tanzfläche zog.
Doch der Frauenbund-Fasching hat noch mehr zu bieten: Als erstes wirbelten die „Wilden Fussballmädels vom Schwobaländle“ über die Bühne und zeigten, wie sportlich sie sind. Anschließend übernahm „Die RockerMoni (Hirschle) als Köchin“, klärte auf, wie man weibliche von männlichen Kartoffeln unterscheiden kann und warum es immer von Vorteil ist, einen Koch zu heiraten.
Nach einer weiteren Tanzrunde trafen bekannte Gesichter ein: Die „echten Jagsttalperlen“ hatten genug vom Winterspeck und zogen singend einen Schlankheitskur in Betracht – um sich letztlich doch lieber für Leberspätzla und süße Torten zu entscheiden und zuhause zu bleiben im schönen Westhausen. Die Putzarmee der GoldenGirls marschierte mit Jacksons „They don’t KEHR about us“ ein, stakkatohaft mit ernsten Mienen den Besen schwingend. Doch unterschätze man die Schwäbinnen nicht – nach getaner Arbeit schleuderten sie die Kittelschürze in die Ecke und tanzen glitzernd voll neuer Energie in den Feierabend!
Szenenwechsel ins Reisebüro, wo sich Anneliese Schäffler und Annemarie Hoffmann köstlich als Ostalb-Ehepaar in Reimform darüber berieten, wo es in den nächsten Urlaub gehen soll – Barbados oder doch Griechenland? Nein, in den heimischen Garten zum Holzmachen!
Vor dem Finale fuhr die schwäbische Eisenbahn über Stuagart-Oola-Frangareide-Reichabach nach Westhausa, wo die feschen, schwäbischen Mädels einen Schuhplattler-Tanz hinlegten.
Der Abend in der mit liebevollen Details geschmückten Halle war für alle Gäste, die aus Nah und Fern gekommen waren, sehr gelungen, voll kreativer Ideen und ein Riesen-Spaß.
Wen wundert’s? Wenn d’Schwoba feirat, dann wagglat d’Wend!

© Katholischer Frauenbund Westhausen 22.02.2017 21:52
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