Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Gefahrgeneigte Mission in Lorsch

  • Philipp Vsetecka ist gerüstet für den Schlagabtausch mit den Nibelungen. Seine keglerische Präzision ist eine wichtige Komponente im in sich geschlossenen Schwabsberger Mannschaftsgefüge.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer:
Heben Schwabsbergs Kegler diesmal den Hort der Nibelungen?

Das Spitzenspiel der 1. Kegler-Bundesliga zwischen dem Tabellenführer KC Schwabsberg und dem Dritten Nibelungen Lorsch ist das, was man ohne Übertreibung als eine echte Knallerpaarung bezeichnen kann. Man darf gespannt sein, ob den Schwaben in Hessen diesmal der große Wurf gelingt und sie den sagenumwobenen Hort der Nibelungen aufspüren und möglicherweise sogar heben können. Alle bisherigen Anläufe, sieht man einmal von der Punkteteilung im vergangenen Jahr ab, waren nicht gerade von Erfolg gekrönt.

Schwabsbergs Kegler stehen in der Tabelle der ersten Liga keineswegs zu Unrecht ganz vorne. Sämtliche Pflichtaufgaben, die bislang im Spielplan vorgegeben waren, wurden mit der notwendigen Sorgfalt aber auch Bravour gemeistert. Anlässlich ihres Gastspiels in Lorsch stehen die Ostwürttemberger erneut vor einer Hürde, die durchaus ihre Tücken hat. Weit alleine reicht da nicht. Da gilt es auch hoch zu springen, will man diesen „Doppel-Oxer“ erfolgreich überwinden.
Mit einer Heimniederlage gegen Straubing in die Saison gestartet haben die Hessen in den folgenden drei Begegnungen alles abgeräumt, was es abzuräumen galt. Den Auftakt bildete ein solider Auftritt mit einem 2 : 6 Auswärtserfolg beim Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck. Dem folgte ein überragendes Heimspiel gegen den SKC Staffelstein. Die starken Oberfranken wurden mit einem 7 : 1 (3884 : 3721 Kegel) förmlich von der Platte gefegt und das obwohl die Gäste ein wirklich exzellentes Ergebnis vorgelegt hatten. Am vergangenen Wochenende legten die Hessen beim TSV Breitengüßbach in Oberfranken einen 7 : 1 Auswärtserfolg nach. Im vergangenen Jahr noch stark abstiegsgefährdet haben die Hessen offensichtlich die Wende zum Besseren geschafft und dabei das Feld gründlich von hinten aufgerollt.
Schwabsberg ist in der Liga bislang ungeschlagen. Auch international haben sich die Kegler von der Ostalb mit einem dritten Platz und der Qualifikation für die Champions League beim NBC-Pokal in Straubing ihre Qualität unter Beweis gestellt.
Selbst vor diesem Hintergrund kommt dem Besuch der Schwaben in Hessen keineswegs der Charakter eines „Sonntagsspaziergangs“ zu. In Lorsch treffen am Samstag zwei der derzeit besten Teams in der Liga aufeinander in einem echten Spitzenspiel eben.
Die zentrale Frage dieses Treffens ist nicht so rasch beantwortet wie es den Anschein hat. Für Schwabsberg zählt allein, ob die Hürde Lorsch ungeschoren überwunden werden kann. Vorrangig geht es dabei aber nicht um den Umstand, dass bei einer Niederlage die Tabellenführung zunächst einmal futsch wäre. Das zentrale Thema ist ein anderes. Die Ostwürttemberger sind vielmehr begierig darauf zu klären, ob man den Lorscher nicht doch einmal auf heimischem Terrain beide Punkte abluchsen kann. Alle bisherigen Versuche konnten die Nibelungen, zumindest was die Ostwürttemberger betrifft, bislang mit Erfolg abwehren. Lediglich im letzten Jahr gelang erstmals mit einer Punkteteilung ein Teilerfolg.
Schwabsberg wird sich darauf einstellen, am Samstag auf einen hoch motivierten Gegner zu treffen. Ob man nach dem Treffen in Drachenblut baden darf, wird sich weisen. Bis das jedoch soweit ist, steht ein hartes Stück Arbeit an. Soviel ist schon einmal gewiss. Sicher ist aber auch, dass dieses Spitzenspiel für beide Teams eine grenzwertige Herausforderung darstellt. Fehler dürfen da nicht gemacht werden. Ob am Ende das Team mit dem besseren Standing oder das mit dem glücklicheren Händchen den Sieg davon trägt, wird sich zeigen. Beide Teams haben nicht nur großen Respekt vor einander. Was dieser Begegnung zusätzliche Würze verleiht ist der Umstand, dass zudem auch sehr hohe Sympathiewerte mit im Spiel sind.

Stimmen zum Spiel – Reiner Buschow:
„Lorsch bedeutet für uns immer harte Arbeit und harte Arbeit wird belohnt. Das ist unsere Richtschnur für diese Begegnung. Nur, wenn wir unserer bisherigen Linie treu bleiben und bedingungslos um jeden Punkt fighten, können wir gegen die Nibelungen etwas Zählbares erreichen.“

Das Mannschaftsaufgebot
Reiner Buschow, Damir Cekovic, Mathias Dirnberger, Ronny Endraß, Timo Hehl, Manuel Lallinger, Jürgen Pointinger, Philipp Vsetecka.

Blickpunkt Bundesliga – 5. Spieltag

Samstag, 22.10.    12.00 Uhr     SKC Nibelungen Lorsch vs. KC Schwabsberg

                           13.00 Uhr      SKC Victoria Bamberg vs. SKC Staffelstein

                                               SKV RW Zerbst 1999 vs. TSV Breitengüßbach
                           14.00 Uhr      KRC Kipfenberg vs. FSV Erlangen-Bruck
                                               Lok Rudolstadt vs. Donauperle Straubing

1 KC Schwabsberg 4 28,0 : 4,0 8 : 0
2 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 4 25,0 : 7,0 8 : 0
3 Nibelungen Lorsch 4 23,0 : 9,0 6 : 2
4 SKC Victoria Bamberg 4 16,0 : 16,0 4 : 4
5 KRC Kipfenberg 4 15,0 : 17,0 4 : 4
6 Donauperle Straubing 4 15,0 : 17,0 4 : 4
7 SKC Staffelstein 4 13,0 : 19,0 2 : 6
8 ESV Lok Rudolstadt 4 12,0 : 20,0 2 : 6
9 TSV Breitengüßbach 4 8,0 : 24,0 2 : 6
10 FSV Erlangen-Bruck 4 5,0 : 27,0 0 : 8

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 21.10.2016 09:49
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