Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Minimalziel „Final Four“ erfolgreich eingetütet

  • Fabian Seitz der neue Rekordhalter in Kaiserslautern. Mit der Weltklasseleistung von 693 Kegeln schraubte er den Bahnrekord des Lauterers Pascal Kappler von 678 Kegeln, den zuvor Schwabsbergs Mathias Dirnberger eingestellt hatte, noch einmal deutlich nach oben.

Kegeln, DKBC-Pokal Männer Viertelfinale:

Schwabsberg glänzt mit souveränem Auftritt in Kaiserslautern

Die Begeisterung auf dem Betzenberg war groß, beinahe schon überschwänglich nach dem Pokalspiel gegen den Erstligisten KC Schwabsberg. Die Begegnung entpuppte sich als das große Spiel, das sich Spieler und Fans im Vorfeld erhofft hatten.

Großen Anteil daran hatten die Kegler von der Ostalb, die sich keineswegs damit begnügten ihr Pflichtprogramm abzuspulen, um zu einem wie auch immer gearteten Erfolg zu kommen, sondern engagiert zur Sache gingen und den Zuschauern keglerisch absolut großes Kino boten. Die Begegnung war eine Werbung für den Kegelsport schlechthin.

Mit einer exzellenten Leistung sicherte sich Erstligist KC Schwabsberg beim 6 : 2 (3890 : 3572 Kegel) gegen die TSG Kaiserslautern bereits zum vierten Mal den Einzug ins Finalrundenturnier „Final Four“ des DKBC-Pokals. Ein insgesamt hoch verdienter Erfolg, mit dem aber auch die Pfälzer, die ihre Haut teuer verkauft haben, durchaus leben können. Ein wichtiger Erfolg der Schwaben mit dem eines der erklärten Saisonziele realisiert werden konnte.
Ein fulminanter Auftritt war das schon, was die Vorzeigekegler von der Ostalb, die die Partie gegen den heimstarken Zweitligisten TSG Kaiserslautern vom Start weg in die Hand nahmen, am Fuße des Lauterer Betzenberges, auf die Bahn zauberten. Einstellung des bestehenden Einzelbahnrekordes durch Mathias Dirnberger mit 678 Kegeln, neuer Bahnrekord durch Fabian Seitz mit 693 Kegeln und neuer Mannschaftsbahnrekord mit überragenden 3890 Kegeln.
Die Gastgeber, die sich insgeheim durchaus Chancen auf ein Weiterkommen ausgerechnet hatten, zeigten sich erwartungsgemäß nicht gewillt, sich in ihr Schicksal zu ergeben und dem Favoriten das Feld kampflos zu überlassen. Für ihren couragierten Auftritt wurden die Pfälzer am Ende mit zwei Punkten belohnt.
Schwabsberg hat den Betzenberg gestürmt und steht jetzt vor den Toren Straubings, wo am 25./26.06 das Finalrundenturnier um den DKBC-Pokal ausgetragen wird. Der Weg dorthin war für die Ostwürttemberger alles andere als ein Osterspaziergang. Nach Freilosen in den ersten beiden Runden musste Schwabsberg zum Auftakt gleich richtig ran. Mit dem Titelverteidiger und Vizemeister Bamberg bekam man gleich den härtesten Brocken überhaupt zugelost. Dank einer überragenden Darbietung konnte der jedoch mit einem 6 : 2 Heimerfolg (3794 : 3679 Kegel) aus dem Weg geräumt werden. Danach folgte ein glattes 8 : 0 (3678 : 3348 Kegel) im Heimspiel gegen die hoch gehandelten „Wölfe“ aus Geiseltal-Mücheln (ST). Der Erfolg in Kaiserslautern schließt die bislang überragende Pokalbilanz vorläufig ab.
Die Auslosung für das Finalrundenturnier in Straubing erfolgt am 1. April anlässlich der Präsidiumssitzung des DKBC in Lenting/By.

Start nach Maß
Anspruchsvoll war die Aufgabe für die Schwabsberger Startpaarung allemal, denn die mussten vorab zunächst einmal dafür sorgen, dass die Hausherren nicht zu viel Oberwasser bekamen. Gegen die Lauterer Andreas Nikiel und Nico Zschuppe hatten Kapitän Reiners Buschow und Mathias Dirnberger zunächst einmal alle Hände voll zu tun. Beide ließen sich vom Ansturm der Pfälzer aber nicht aus dem Konzept bringen und lagen dank ihres konsequenten Spiels bei Halbzeit mit 2 : 0 Sätzen und jeweils 320 Kegeln in Front. Eine Führung, die sie im zweiten Spielabschnitt noch weiter ausbauen konnten. Reiner Buschow legte da noch einmal 322 Kegel nach und beendete seine Partie gegen Andreas Nikiel, der auf ansprechende 581 Kegel kam, mit 4 : 0 Gewinnsätzen und hervorragenden 642 Kegeln.
Geradezu brillant Mathias Dirnberger der in Weltklassemanier agierend 358 Kegel drauf packte. Mit überragenden 678 Kegeln stellte er den bestehenden Bahnrekord des Lauterers Pascal Kappler ein. Auch er brachte sein Spiel gegen das Lauterer Nachwuchstalent Nico Zschuppe (588 Kegel) mit 4 : 0 Gewinnsätzen sicher nach Hause.
Zwischenstand erstes Spieldrittel:
0 : 2 Mannschaftspunkte, 0 : 8 Gewinnsätze, 1159 : 1320 Kegel für Schwabsberg.

Stabile Mittelachse
Nach erfolgreich überstandenem Prüfungsstress findet Schwabsbergs Timo Hehl immer besser ins Spiel. Eine Tendenz, die er auch gegen Pascal Nikiel (570 Kegel) nachhaltig bestätigte. Fehlerlos, mit hervorragenden 630 Kegeln und 4 : 0 Satzpunkten, dominierte er sein Match eindeutig.
Ein starker Auftritt auch von Alexander Stephan der 616 Kegel erzielte, sich aber im Schlussspurt noch dem Lauterer Alexander Schöpe, der seinerseits hervorragende 630 Kegel mit 3 : 1 Gewinnsätzen erzielte, geschlagen geben musste. Bis zum Schlusssatz lagen beide Kontrahenten noch gleich auf. Die Entscheidung zu Gunsten von Schöpe fiel mit dem Anwurf ins Räumen. Während der Lauterer mit einem Handneuner und einem Zweierräumen eröffnete, musste sich Stephan mit einem komplizierten Mittenanwurf herumplagen. Ein Missgeschick, das er auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr kompensieren konnte.
Zwischenstand zweites Spieldrittel:
1 : 3 Mannschaftspunkte, 3 : 13 Gewinnsätze, 2369 : 2568 Kegel für Schwabsberg

Fulminanter Schlussspurt
Jürgen Pointinger brachte es diesmal trotz hervorragender 631 Kegel nicht ganz genau auf den Punkt. Trotz exzellentem Spiel zog er gegen den Lauterer Sebastian Peter, der mit 639 Kegeln glänzte und drei Gewinnsätze zu seinen Gunsten entscheiden konnte, den Kürzeren. Ein Match in dem letztlich der Kugelschlag ausschlaggebend war und das dem Schwabsberger eigentlich reichlich Grund zum Hader beschert hatte. Doch der nahm‘s sportlich gelassen und gratulierte seinem Kontrahenten zum knappen Erfolg.
Für den Rechberger Fabian Seitz scheint es zumindest keglerisch derzeit keine Obergrenze zu geben. Er trat gegen den bisherigen Bahnrekordhalter Pascal Kappler (564 Kegel) an, um den bestehenden Bahnrekord zu brechen und er brach ihn mit der Weltklasseleistung von 693 Kegeln (180-162-168—183/420-273-1). Belohnt wurde er für diese außergewöhnliche Leistung vom fairen Kaiserslauterer Publikum mit Standing Ovationen.
Endstand: 2 : 6 Gesamtpunkte, 6 : 18 Satzpunkte, 3572 : 3890 Kegeln für Schwabsberg.

Stimmen zum Spiel – Mathias Dirnberger:
„Kaiserslautern hatte heute durchaus einen Plan, das war vom Start weg unschwer erkennbar. Die Pfälzer wollten uns richtiggehend ans Leder. Das konnten wir aber mit einer kompakten Mannschaftsleistung auf allerhöchstem Niveau bereits im Ansatz unterbinden.
Eine Begegnung die begeisterte, da beide Teams tollen Kegelsport abgeliefert haben. Davon profitierten natürlich vor allem die Zuschauer. Für die war das schon ein echtes Schmankerl.“

 

Blickpunkt DKBC-Pokal – Viertelfinale

Sa. 27.02. SKC Weiden vs. KRC Kipfenberg 5 : 3

CSV Siegmar vs. AD Straubing 2 : 6

Sa.

26.03. Nachholbegegnungen:

TSG Kaiserslautern

vs.

KC Schwabsberg

2 : 6

Sa. 11.06. 13:00 Nibelungen Lorsch vs. Rot Weiß Zerbst

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 01.04.2016 11:55
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