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Erfrischung ohne Gefahren

Worauf es beim Schwimmen und Baden in Flüssen und Seen ankommt.
  • Endlich ins Wasser! Vor dem Sprung in den See sollte man den Körper aber langsam an das kühle Nass gewöhnen. Foto: Christin Klose/dpa

In der Sommerhitze ist jede Abkühlung willkommen. Doch manche Badestellen bergen erhebliche Gefahren, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

· Baggerseen: „Die sind anfangs sehr seicht und gehen dann plötzlich sehr steil ab in die Tiefe“, sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese. „Da marschiert man also rein und ist plötzlich unter Wasser.“ Ungeübte und schlechte Schwimmer kann das in Gefahr bringen – Nichtschwimmer erst recht. Die Wassertemperaturen in einem Baggersee können zudem extrem unterschiedlich sein. „Oben durch die Sonne 28 bis 30 Grad und schon 80 Zentimeter tiefer sind es mitunter plötzlich 10 bis 12 Grad weniger. Das kann zu Krämpfen führen.“

· Flüsse: Ihre Gefahr liegt in der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Schifffahrt. „Wer etwa im Rhein, Neckar oder in anderen Bundeswasserstraßen baden geht – das ist, als würde man mit den Kindern auf der Autobahn spielen gehen“, sagt der Experte. Solche Flüsse haben eine Strömungsgeschwindigkeit von 12 bis 15 km/h – da kommen auch geübte Schwimmer nicht mehr zurück an ihre Badestelle am Ufer. „Über Wasser halten und einfach treiben lassen“, rät der Experte in einer solchen Situation.

· Meer: Hier beobachtet der Experte immer wieder, dass Menschen zu weit vom Ufer wegschwimmen und es dann schwer haben, zurück zum Strand zu gelangen. Sein Rat: „An der Küste schwimmt man parallel zum Ufer und nicht gerade hinaus.“

· Weitere Tipps: Besser nicht ganz alleine baden. Generell sollte man möglichst an Stellen baden, wo es eine Badeaufsicht gibt. Und wenn keine da und man alleine unterwegs ist, sucht man sich lieber einen Platz, an dem auch andere Menschen sind – so bemerkt es jemand, wenn man in Schwierigkeiten gerät.

Außerdem sollte man nie aufgeheizt ins Wasser springen, sondern sich erst langsam ans Wasser gewöhnen. Auch mit leerem Magen geht man lieber nicht schwimmen. Nichtschwimmer sollten höchstens hüfttief ins Wasser gehen. dpa

© Schwäbische Post 14.08.2020 16:35
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