Was muss bei der Baumpflege beachtet werden?

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Baumschnitt im Lebensrhythmus der Bäume und diese richtig schneiden und pflegen.
Der Baumschnitt ist vor allem bei Obstbäumen absolut unumgänglich. Hierdurch wird eine reiche und regelmäßige Ernte gewährleistet. So können teils morsche Äste und Zweige herunterfallen oder zu stark aufschlagen. Hierdurch können sonst andere Bäume im Garten oder in der Umgebung behindert werden. Damit Gefahren vorgebeugt werden kann und damit herabfallende Äste und Zweige niemanden behindern können, sollte ein Baumschnitt vorgenommen werden. Sie sollten die Bäume daher zurückschneiden und achten Sie zusätzlich auf den natürlichen Wuchs. So sollte der Baumschnitt möglichst nach dem jeweiligen Lebensrhythmus und Charakter der Bäume durchgeführt werden. Wenn der Baum richtig gestutzt worden ist, nimmt der Baum auch keinen Schaden und kann auch normal weiterwachsen. Wo Sie den Baumschnitt entsorgen können, erfahren Sie auf meinka.de.

Wann kommen Baumpflege und die anschließende Kontrolle des Baumes dran?
Baumpflege und weitere Baumkontrolle sind sehr wichtig, damit Schäden vermieden werden können. Die dazugehörige Baumkontrolle dient vor allem dazu, zu überprüfen, wie groß der Baum ist und ob der Baum Schäden hat. Dabei ist die Baumpflege nichts Anderes als diesen bewusst bewässern und zu beschneiden. Der Baum sollte regelmäßig bewässert werden, denn Bäume brauchen vor allem Wasser um leben zu können.

Baumschere und Handsäge für einen perfekten Baumrückschnitt
Bei einem Baumschnitt sollten Sie auf keinen Fall mit einer Motorsäge anfangen. Dies ist nur bei dickeren Ästen nötig oder bei einer Baumfällung.

Bei kleineren Ästen reicht beispielsweise auch eine Rosenschere oder gar eine Baumscherze völlig aus. Eine kräftigere Kneifschere ist für größere Zweige absolut empfehlenswert. Bei kleineren Ästen kann auch eine Handsäge verwendet werden. Damit die Bäume nicht beschädigt oder verwundet werden, ist bei der Säge und Schere besonders auf die Schärfe der Schneiden zu achten. Sie sollten daher darauf achten, dass Sie nicht an den Ästen und Zweigen herumzerren oder diese gar abreißen. Wenn Sie die Bäume nicht korrekt schneiden oder beim normalen Baumrückschnitt kommt es sonst schnell zu Rissen oder einem ungenauen Verlauf beim Schnitt. Diese können zu schlecht heilenden Wunden, Verknotungen oder auch zu einem Pilzbefall führen.

Baumschnitt – wie und in welcher Richtung beginnen?
Sie sollten hierbei die sogenannten Wassertriebe zuerst schneiden. Diese sind die gut sichtbaren und narbenartigen Verdickungen, die senkrecht nach oben stehen. Die Äste, die hingegen ganz normal wachsen, sollten so wie sie sind stehen gelassen werden. Sie sollten immer knapp über dem Auge schneiden, da die Wassertriebe sonst wiederkommen können. Zugleich sollten Sie nah am Stamm die Äste abschneiden und zudem darauf achten, dass diese nicht zu zaghaft gesägt bzw. geschnitten werden. Der Rückschnitt hat sonst keinen Effekt und sieht einfach nur unschön aus.

Warum vorrangig im Winter zurückschneiden?

  • Brütende Vögel nicht vorhanden
  • Freie Sicht auf blätterfreie Äste und Zweige
  • Vitalkräfte ruhen im Baum
  • Der Baumsaft ist in der Wurzel des Baumes und zurückgezogen im unteren Stamm
  • Die Baumblutung ist nicht schwerwiegend

4 Schritte zum perfekten Baumschnitt

  1. Zeitpunkt zwischen Februar und März wählen. Die größten Fröste sind hier vorüber und somit eignet sich das ideal.
  2. Die Technik ist entscheidend für den Erfolg. Nur scharfes Schnittwerkzeug verwenden, damit eine saubere und gerade Wunde entsteht.
  3. Bei dicken Ästen ist anders vorzugehen. Diese müssen in 4 Schritten zersägt werden, damit der abzuschneidende Ast nicht ausbricht. Die Wunde wird damit so gering wie möglich gehalten.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

  • Unterseite bis zur Mitte des Astes zunächst anschneiden. Einen Abstand zum Stamm von ca. 50 cm halten.
  • Dann ca. 60cm vom Stamm von oben ansägen.
  • Den verbleibenden Ast so absagen, dass der Ring des Astes am Stamm stehen bleibt.
  • Für den optimalen Heilungsprozess müssen ausgefranste Wunden mit einem Messer geglättet werden.

Es können nach dem Schnitt einige Jahre vergehen, bis der Baum die entsprechende Wunde von selbst wieder geschlossen hat. In der Zeit können Bakterien, Pilze und Viren in die Wunde eindringen. Um dies zu verhindern sollte das Wundverschlussmittel COMPO Lac Balsam auf die Wunde aufgetragen werden.

 

Bildrechte: pixabayEfraimstochter

© Schwäbische Post 28.06.2019 09:15
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