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Als Aufsteiger in die Bezirksliga

Fußball, Kreisliga A I Der FC Spraitbach holt als Aufsteiger die Meisterschaft in der Kreisliga A I. Mit neuem Trainer freut man sich auf das Abenteuer Bezirksliga.
  • FC Spraitbach (rot) in Aktion beim TV Straßdorf. Foto: je
  • Sie schafften den Durchmarsch in der Kreisliga A I: oben v.l. Gabriel Belezco, Tim Jakob, Daniel Wengert, Jannic Maletic, Alin Fuchs, Michael Jakob, Chris Mülhaupt, Kevin Mahler; Mitte v.l. Torwarttrainer Tobias Tangl, Manuel Jakob, Jannik Lackner, Matthias Timpel, Lukas Maier, Kevin Daboci, Jona Maletic, Julian Brech, Felix Widmann, Michael Timpel, Yannick Wengert, Trainer Björn Herzog, Betreuer Thomas Daboci; vorne v.l. Niko Schmid, Vinzent Brenner, Dennis Pflüger, Christopher Link, Niklas Esswein, Jonas Wiedmann, Fabian Beisswenger, Robin Arnet, Moritz Pascher; es fehlt Lukas Maier. Foto: privat

DEinen Durchmarsch durch die Kreisliga A I hat der FC Spraitbach geschafft. Zum Abbruch der Saison stand der FCS wieder auf Tabellenplatz eins, mit zwei Punkten Vorsprung vor den Verfolgern FC Stern Mögglingen und TV Straßdorf - gerechnet mit der Quotientenregel mit 2,18 Punkten zu 2,06 der Verfolger.

Das Ziel nach dem Aufstieg war eigentlich ein sicherer Mittelfeldplatz. Aber es lief bedeutend besser unter Trainer Björn Herzog. „Nach der Meisterschaft in der Kreisliga B I hat die nahezu unveränderte Mannschaft mit viel Begeisterung und Euphorie einen Lauf gehabt“, wie Spielleiter Michael Jakob, selbst als Verteidiger dabei, sagt.

Optimal war der Start: Mit einem 6:0-Sieg gegen Durlangen, die erste Niederlage am 5. Spieltag gegen Böbingen verkraftete man gut. Ebenso eine 1:4-Niederlage in Hussenhofen am 7. Spieltag. Danach holte die Mannschaft bis zur Winterpause noch acht Siege und ein Unentschieden – der Lohn war die Herbstmeisterschaft. „Wir haben oft knapp gewonnen, einige Spiele erst kurz vor Schluss, was für unseren Willen spricht“, ergänzt Jakob. Optimistisch blickte man in die Rückrunde, man wollte um die Spitze mitspielen. Aber mit einem 1:1 zu Hause gegen Heubach am 8. März war alles vorbei – Corona-Pause. „Wir hätten sehr gerne zu Ende gespielt und uns so den Titel geholt“, sagt der spielende Spielleiter. Entscheidend für den Erfolg sei die tolle Stimmung und der Zusammenhalt in der Truppe gewesen, „davon leben wir“. Dazu habe man wenig Verletzte gehabt.

Neuer Trainer in Spraitbach

Das Abenteuer Bezirksliga geht man mit einem neuen Trainer an. Thomas Perez Gonzalez wird die Mannschaft in der neuen Saison betreuen. Zuletzt hatte der 51-jährige B-Lizenzinhaber eine Pause eingelegt, davor in Mutlangen und Lindach gearbeitet. „Wir kennen ihn schon länger, er kennt viele Spieler, von daher passt es“, sagt Michael Jakob.

Wir hätten sehr gerne zu Ende gespielt.

Michael Jakob
Spielleiter FC Spraitbach

„Der Kader der 1. Mannschaft bleibt zusammen, wir haben keinen Abgang“, ergänzt Jakob. Als Unterbau wird eine 2. Mannschaft in der Kreisliga B gemeldet, sie wird von Gonzalez und Tim Jakob trainiert, der bisher schon die Reserve betreute. Der gesamte Kader besteht aus 38 Spielern, neu hinzu gekommen sind Lukas Rein (Normannia A-Jugend), Lukas Abt, Felix Waibel (Jugend), Valerian Schartschinski ( TSGV Rechberg), als Jugendspieler schon in Spraitbach, und Denis Babac (TSGV Waldstetten). Für die Zweite kamen einige Spieler nach Pause zurück, die wieder Wettkämpfe wollen, dazu kommen eine Reihe junge Spieler.

Trainer Thomas Perez Gonzalez möchte offensiven, attraktiven Fußball spielen lassen, mit dem Ziel, möglichst bald „nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“. „Wichtig wird sein, dass sich die Spieler darauf einstellen, dass man öfter verlieren wird, dass es auch mal eine Klatsche geben kann“, sagt der 51-Jährige. Es gelte, weiter mit den bisherigen Tugenden – Spaß, Zusammenhalt, gute Stimmung – in die Spiele zu gehen und die fußballerische Qualität weiter zu entwickeln. So müsse trotz Offensive die Abwehr gefestigt werden, eine gute Balance gefunden werden. Auch in der neuen Spielklasse bekommen die Spieler kein Geld, wie der Spielleiter sagt.

Vorbereitung startet Mitte Juli

Mitte Juli geht die Vorbereitung los, dreimal in der Woche wird dann trainiert - nach der Corona-Verordnung im Zwei-Schicht-Betrieb. „Wir sind froh, dass wir wieder normal Fußball spielen können“, sagt der Trainer. „Wir hoffen, dass dann im September die Saison beginnen kann und sind alle heiß auf die Bezirksliga“, ergänzen beide lachend.

© Schwäbische Post 28.06.2020 20:24
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