Clever einpacken und sparen

Geschenkpapier wird meist aufgerissen und landet danach unweigerlich sofort im Altpapier. Beim weihnachtlichen Einpacken lassen sich aber durchaus Ressourcen sparen und zugleich der Geldbeutel schonen.
  • Tannenzapfen statt Kunststoffschleife: Derartige Accessoires sparen Geld und reduzieren die Abfallberge. Foto: djd/www.planetpaket.de

Aalen. Auch Weihnachtsmann und Christkind werden sich in diesem Jahr kritischen Fragen stellen müssen. Schließlich wird das Problem mit dem viel diskutierten Verpackungsmüllproblem an den Feiertagen besonders deutlich. Würde jeder Bundesbürger zu Weihnachten im Durchschnitt 100 Gramm Geschenkpapier verwenden, kämen rund 8000 Tonnen zusammen, sie würden nebeneinander ausgebreitet eine Fläche von 7000 Fußballfeldern ergeben.

Schön einpacken gehört dazu

Auf das Verpacken der Geschenke wollen und sollen die Bundesbürger nicht verzichten, schließlich ist Weihnachten auch das Fest der Rituale. Statt konventionellem Geschenkpapier, das teilweise mit Folie beschichtet ist und nur teilweise recycelt werden kann, gibt es heute allerdings Papier, das sich komplett wiederverwerten lässt und bereits ökologisch nachhaltig produziert wurde.

Komplett recycelbares Geschenkpapier

Der kleine Münchner Anbieter Planet-Paket etwa lässt sein Geschenkpapier in einer Druckerei in Österreich herstellen, die mit einem Verfahren arbeitet, bei dem keine Abfälle entstehen, sondern alle Stoffe für die Aufbereitung und Wiederverwertung optimiert wurden. Die Farben sind ungiftig, auf umweltschädliche Gold- und Silberbeschichtungen wird verzichtet. Beim zertifizierten Cradle-to-Cradle-Konzept, das die Druckerei nutzt, entsteht kein Abfall. Wie in der Natur bleiben alle Substanzen in Kreisläufen erhalten. Die verschiedenen Inhaltsstoffe wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltforschungsinstitut EPEA analysiert. Viele weihnachtliche Motive des umweltfreundlichen Geschenkpapiers sind im Onlineshop unter www.planetpaket.de erhältlich.

Teil der Einnahmen geht an soziales Projekt in München

Das Start-up wurde 2016 in München von Sarah Kessler gegründet. Dabei verfolgt sie einen ökologischen Ansatz, an jeder Stelle wird nach klimaschonenden und sozialverträglichen Alternativen gesucht. Bis heute ist das Unternehmen im Wesentlichen ein Familienbetrieb geblieben. Einen Teil der Einnahmen spendet Sarah Kessler für ein soziales Projekt in ihrer Heimatstadt: Derzeit gehen für jeden verkauften Bogen zehn Cent an die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz in München. djd

© Schwäbische Post 16.12.2019 20:14
905 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy