Das Fahrrad wird in Deutschland immer beliebter

Laut verschiedener Studien, Statistiken und Umfragen liegt das Fahrrad bei den Deutschen immer mehr im Trend - die Tendenz ist steigend. Es wird immer häufiger sowohl als regelmäßiges Transportmittel für den Weg zur Arbeit, Ausbildungsstelle und Schule als auch für kleinere Einkäufe genutzt. Daneben ist auch der Freizeitwert nicht zu unterschätzen - Wochenendausflüge mit dem Rad oder sportliche Touren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Fakten und Zahlen

Lediglich 2 % der Deutschen geben an, dass sie nicht Radfahren können. Mehr als 80 % aller Haushalte besitzen mindestens 1 Fahrrad und rund 25 % der Bevölkerung nutzen es mehrmals pro Woche. Jeder zweite Radfahrer erledigt auch im Alltag viele Wege mit dem Fahrrad. Allerdings ist die Alltagsnutzung auch sehr stark abhängig von den jeweiligen örtlichen Bedingungen. In Städten wie Hamburg, die über gut ausgebaute Radwege und Fahrradabstellmöglichkeiten verfügen, stieg die Zahl der Radfahrer in den letzten Jahren sogar um mehr als 50 %.

Radfahren in der Großstadt

Besonders in Großstädten hat das Fahrrad an Attraktivität gewonnen. Aufgrund des von vielen Staus geprägten Stadtverkehrs erreicht der Radfahrer das Ziel oft schneller als das Auto. Als sehr angenehm wird auch empfunden, dass die Parkplatzsuche und hohe Parkgebühren entfallen. Aus den gleichen Gründen sehen auch immer mehr städtische Liefer- und Kurierdienste in dem Transport per Fahrrad eine kostengünstigere, schnellere und sinnvollere Alternative.

Kombination von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln

Diese Kombination wird besonders von Berufstätigen oder Studenten geschätzt, die täglich längere Wegstrecken zurücklegen müssen. Gern wird der Weg zu Bus und Bahn mit dem Fahrrad zurückgelegt, um dann auf das öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Viele Deutsche wünschen sich daher, dass Bahnhöfe mit einer ausreichenden Anzahl von Fahrradparkplätzen ausgestattet werden und in mehr öffentlichen Verkehrsmitteln eine kostenlose Fahrradmitnahme angeboten wird.

Der Gesundheitsaspekt beim Radfahren

Auch die Gesundheit spielt für viele Radfahrer eine wesentliche Rolle. Radfahren ist gut für einen gesunden Kreislauf, es stärkt die Muskeln und regt den Stoffwechsel an. Es hilft auch gegen Übergewicht und Fettpolster da beim Treten in die Pedale Kalorien verbraucht werden. Und praktisch ist auch, dass der tägliche Sport auf diese Weise bereits auf dem Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt absolviert werden kann. Fahrradfahren ist zudem gesünder als Laufsportarten, da es die Gelenke nicht beansprucht.

Fahrräder mit Hilfsmotor

Da nicht jeder, insbesondere in Gegenden mit vielen Steigungen die notwendige Kondition für das Fahrradfahren mitbringt, werden immer häufiger auch Fahrräder mit Hilfsmotor gekauft. Zunehmend mehr ältere Menschen sehen darin eine für sie ideale Lösung. Günstige E-Bikes in verschiedenen Variationen werden inzwischen von vielen Herstellern angeboten.

Der Umweltaspekt beim Radfahren

Zu berücksichtigen ist auch, dass jeder Radfahrer der auf sein Auto verzichtet dazu beiträgt, die Luft von Feinstaub und weiteren Umweltgiften zu entlasten. Gerade, die aktuellen vom Dieselskandal und drohenden Fahrverboten geprägten Zeiten führen zum Umdenken vieler Autofahrer. Ein Fahrrad belastet die Umwelt nicht und macht auch keinen Lärm. Es ist kostengünstig und macht unabhängig, denn von Sanktionen wie Fahrverboten wird es auch in Zukunft nicht betroffen sein.

Das Fahrrad und sein Freizeitwert

Auch der Freizeitwert des Fahrrads spielt eine immer größere Rolle. Besonders im Frühling und Sommer nutzen immer mehr Familien und Paare die Möglichkeit einer gemeinsamen Fahrradtour, um die umliegende Umgebung zu erkunden oder den nächsten Badesee zu erreichen. Der Ausbau von regionalen Radwegen und Radschnellwegen hat dazu geführt, dass entspannte Fahrradausflüge und sportliche Touren an Attraktivität gewonnen haben.

Bild: Pixabay, VolkerSchnaebele-3527345

© Schwäbische Post 08.03.2018 14:22
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