Deutsche verschenken am liebsten Gutscheine

  • Gutscheine liegen also nicht ohne Grund weiterhin voll im Trend | Bild: unsplash, Christian Wiediger

Gutscheine gehören seit einigen Jahren zu den beliebtesten Geschenken für jeden Anlass und gelten schon lange nicht mehr als langweilige "Verlegenheitsgeschenke".

So wird das Guthaben-Geschenk besonders häufig als Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke, an Namenstagen, an Ostern, als Neujahrsgeschenk, für eine bestandene Prüfung oder für eine Verabschiedung verschenkt.

Personen, die einen Gutschein verschenken möchten, sollten lediglich vorab die Höhe des Guthabens im Verhältnis zum Anlass und zur persönlichen Beziehung zum Beschenkten setzen und darauf achten, dass das jeweilige Geschäft und dessen Sortiment zum Beschenkten passen. Natürlich sollte man sich nicht finanziell übernehmen. Falls man jedoch grade einen finanziellen Engpass hat, kann man auf www.pays.de auch Gutscheine für diverse Online-Shops kaufen und erst später zahlen.

So ist es beispielsweise empfehlenswert, einem Technik-Liebhaber einen kostenlosen Einkauf im Elektrogeschäft oder einer modebegeisterten Dame ein Shopping-Erlebnis in einer Boutique oder einer Parfümerie zu schenken. So kann verhindert werden, dass der Beschenkte enttäuscht wird und das Guthaben ungenutzt verfallen lässt.

Die Vorteile geschenkten Gutscheinen

Einen Gutschein statt eines klassischen Geschenks zu verschenken hat viele Vorteile:

  1. Der Beschenkte kann das Guthaben völlig flexibel nutzen. So kann der Beschenkte ein Produkt seiner Wahl mit dem Präsent kaufen und dieses einsetzen, wenn es ihm zeitlich am besten passt.
  2. Viele Geschäfte bieten an, dass die Gutscheine entweder in den Filialen oder bei Online-Käufen eingesetzt werden können. Der Beschenkte kann somit nicht nur frei entscheiden, für welches Produkt und zu welcher Zeit die Gutscheinkarte eingelöst wird, sondern auch welche Art des Shoppingerlebnisses bevorzugt wird.
  3. Vorteilhaft bei dem Verschenken eines Gutscheins ist auch, dass dieser bei Nichtgefallen oder wenn der Beschenkte einfach keine Verwertung für diesen hat, unkompliziert weiterverschenkt oder weiterverkauft werden kann. Gutscheine sind in der Regel nicht personengebunden und die Person, die das Präsent verschenkt hat, erfährt garantiert nicht, dass dieses weitergegeben wurde.
  4. Die Freundschaft wird nicht unnötig belastet. Anders wäre dies beispielsweise dann, wenn der Beschenkte einen Pullover von dem Schenker bekommen hat, die beiden sich täglich sehen, der Beschenkte den Pullover aber nie trägt. Der Schenker könnte dadurch schnell beleidigt und verärgert werden.

Erlebnisgutscheine und der freie Eintritt in eine Veranstaltung (beispielsweise ein Musical-Gutschein oder ein Kino-Gutschein) werden meist in der Form verschenkt, dass mindestens zwei Personen das Event kostenlos oder vergünstigt besuchen können. Die Person, die den Gutschein verschenkt, wird dann meist als Begleitperson ausgewählt. So beschenkt sich diese letztlich nicht nur parallel selber, sondern festigt mit dem gemeinsamen Erleben eines tollen Tages auch die Freundschaft zum Beschenkten. Die Erinnerung an einen solchen Tag sind meist wertvoller als irgendwelche materiellen Geschenke.

Auch der Handel profitiert von Gutscheinen
Auch für Einzelhändler und Anbieter von Events und Erlebnisreisen sind Gutscheine von Vorteil. So können mit diesen Kundenbindungen- und reaktivierungen erzielt werden.

Zudem ist eine Geschenkkarte ein sicherer Umsatz. Auch ist nachgewiesen, dass Inhaber von Gutscheinen, sich regelmäßig mit den Angeboten des jeweiligen Geschäfts oder Anbieters befassen. So kommt es häufig vor, dass Produkte und Dienstleistungen über den Gutscheinwert hinaus bei dem jeweiligen Anbieter gekauft, beziehungsweise genutzt werden.

Gültigkeitsdauer von Gutscheine
Gutscheine und speziell die Einlösungen dieser sind kinderleicht. In den vergangenen Jahren wurde bezüglich der Gültigkeit eine Gesetzesänderung vorgenommen: So sind Gutscheine, auf denen kein abweichendes Gültigkeitsdatum eingetragen ist, drei Jahre lang gültig.

Diese einheitliche Regelung tritt erst am Ende des Jahres, in dem das Präsent gekauft wurde, ein. In den meisten Fällen steht auf der Karte, wie hoch der Wert genau ist.

Sollte dies nicht der Fall sein, kann bei seriösen Geschäften und Anbietern jederzeit nach der Höhe des Gutscheinwertes und den wichtigen Einlösebedingungen gefragt werden.

Wenn ein Gutschein verfallen ist, weil das eingetragene Datum oder die gesetzliche Gültigkeitsdauer überschritten wurden, ist dies übrigens auch kein Grund für Sie, in Panik zu verfallen: Auf Grund der großen Konkurrenz im Einzelhandel sind viele Geschäfte bereit, aus Kulanz die Gültigkeit individuell auf Anfrage zu verlängern. Einfach nachfragen lohnt sich in den meisten Fällen.

Warum der Gutscheintrend nicht so schnell aufhören wird
Gutscheine sind im Prinzip für jeden Anlass das perfekte Geschenk. Anders als zum Beispiel Bücher, Bekleidung und Schallplatten kommen die Guthabenkarten bei Beschenkten fast immer gut an. Dies speziell, wenn vorab überlegt wird, welche Geschäfte, welche Marken und welche Produkte für den Beschenkten interessant sein könnten.

Die Einlösebedingungen und die Gültigkeitsdauer von Gutscheinen werden von den meisten Anbietern transparent kommuniziert und sind zudem im Zweifelsfall gesetzlich geregelt. Es drohen also keine "Kostenfallen" oder ähnliches.

Sollte das neue Trendgeschenk wider Erwarten beim Beschenkten nicht gut ankommen, kann dieser es einfach weiterverkaufen oder weiterverschenken. Da der ursprüngliche Käufer hiervon nichts erfährt, bleibt die Beziehung zwischen Schenker und Beschenkten unbelastet.

Gutscheine liegen also nicht ohne Grund weiterhin voll im Trend.

© Schwäbische Post 03.09.2019 09:04
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