Europa ist Weltmeister in privater Nachhilfe

  • Lernlust statt Lernfrust mit der richtigen Nachhilfe

Das Schul- und Universitätssystem hat in den letzten Jahren häufig unter negativer Presse gelitten. Statt Freude am Lernen zu finden, droht den Schülern und Studenten überdurchschnittlich häufig der Burn-out. Der Druck, gute Noten zu schreiben, wächst – weshalb sich viele dem Lernpensum nicht mehr alleine gewachsen fühlen. Zum Glück werden die Schüler und Studenten in diesen Fällen nicht alleine gelassen: In Europa gibt es für fast jedes Bedürfnis den passenden Nachhilfelehrer. Das bringt dem Kontinent auch den Ruf als „Weltmeister“ in Sachen Nachhilfe ein. Dieser Artikel klärt auf.

Nachhilfe jetzt auch ortsungebunden
Einen kompetenten Nachhilfelehrer zu finden, war früher gar nicht so einfach. Schüler oder Studenten mussten hoffen, dass eine passende Lehrkraft in der gleichen Stadt wohnhaft war und den Aushang am schwarzen Brett der Schule oder Uni las. Dank Internet kann die Suche heute allerdings global ausgeweitet werden. Europäische Schüler und Studenten lassen sich auch gerne von Fachkräften via Skype oder anderen Programmen helfen. Beispielsweise wird Online-Nachhilfe in Sprachen von Preply.de angeboten: Schüler können sich hier von qualifizierten Lehrern in Sprachen wie Spanisch, Arabisch, Russisch oder Französisch ausbilden lassen, ohne ihre Couch verlassen zu müssen. Insbesondere im Sprachbereich bietet Online-Nachhilfe den Vorteil, dass sie häufig von Muttersprachlern erteilt werden kann. Sie stellt beispielsweise den Kontakt zu einem erprobten Japanisch-Muttersprachler her, der in der eigenen Stadt kaum aufzutreiben gewesen wäre.

Frankreich ist Vorreiter
Am meisten Geld für private Nachhilfe wird im Nachbarland Frankreich ausgegeben: Insgesamt geben die Franzosen über zwei Milliarden Euro jährlich dafür aus, dass es ihrem Nachwuchs in Schule oder Studium besser ergeht. In Deutschland sind es nur knapp 1,4 Milliarden, die Bundesrepublik folgt aber dennoch auf dem zweiten Platz. Italien und Rumänien bilden mit dreihundert bis fünfhundert Millionen die Schlusslichter der Rangliste. Auffällig ist hierbei, dass vor allem die Länder private Nachhilfe beanspruchen, die von der Finanzkrise gebeutelt wurden. Häufig liegt das daran, dass Eltern das Vertrauen in das Schulsystem verloren haben und sich deshalb lieber auf fremde Hilfe verlassen, wenn es um den akademischen Erfolg des Nachwuchses geht. In Deutschland beispielsweise trifft eine ähnliche Haltung auf Studenten der Bachelor- und Masterstudiengänge zu: Sie sind enttäuscht von der Verschulung des Systems und suchen sich Hilfe, um mit den gestiegenen Anforderungen fertig zu werden.

Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Der Anteil derer, die mit einem höheren Bildungsabschluss in den Arbeitsmarkt eintreten, steigt. Das bedeutet allerdings auch, dass ein Abschluss an sich kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist. Mehr denn je zählt nun die Qualität des Abschlusses. Bereits in der Schule ist es deshalb wichtig, ausgezeichnete Noten zu erzielen, um später zu einer namhaften Universität zugelassen zu werden. Die universitäre Laufbahn sollte dann mit einem „cum laude“ oder einer Eins vor dem Komma abgeschlossen werden – alles andere gilt als zweitklassig. Auch angesichts dieser Tatsachen ist es verständlich, warum in Europa mehr denn je private Nachhilfe genommen wird.

Gute Noten sind wertvoll – doch auch auf andere Art und Weise kann ein Jobsuchender sein Profil schärfen. So liefern Werkstudentenjobs wertvolle praktische Erfahrung und Praktika öffnen möglicherweise die Tür für einen späteren Direkteinstieg. Diese Möglichkeiten sollten zusätzlich zu Nachhilfestunden erkundet werden.

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© Schwäbische Post 11.07.2019 11:32
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