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Für den Job stets passend angezogen

Arbeitsbekleidung Die Kleidung im Beruf ist unter bestimmten Umständen steuerlich absetzbar und sollte zudem passgenau sitzen.
  • Die Kosten für Berufskleidung, wie etwa für Schornsteinfeger, lassen sich beim Finanzamt absetzen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ein Koch, eine Schornsteinfegerin und ein Monteur haben etwas gemeinsam: Was sie täglich auf der Arbeit anhaben, lässt sich recht leicht als Berufskleidung einordnen. Die Kosten dafür lassen sich steuerlich als Werbungskosten geltend machen und verringern damit die Einkommensteuer.
     „Unter typischer Berufsbekleidung versteht das Finanzamt Kleidung, die nur im entsprechenden Fachhandel erhältlich ist“, erklärt Christina Georgiadis von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH). Die Arbeitskleidung muss entweder typisch für den jeweiligen Beruf sein und eine Schutzfunktion erfüllen oder durch eine Kennzeichnung wie ein Logo oder den uniformartigen Charakter klar rein beruflich sein. Der Blaumann eines Monteurs, der Anzug eines Schornsteinfegers, die uniformartige Kleidung der Deutschen Bahn oder Mütze und Jacke eines Kochs sind demnach eindeutig der typischen Berufskleidung zuzuordnen. „Schwieriger wird es, wenn sich die Kleidung nicht nur im Job, sondern auch privat tragen lässt“, sagt Wolfgang Wawro vom Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. „Private oder bürgerliche Kleidung erkennt das Finanzamt in der Steuererklärung nicht an.“ Bankangestellte oder Bürokaufleute, die zwar jeden Tag im Anzug oder Kostüm zur Arbeit kommen, können die Kosten deshalb nicht einfach geltend machen. „Solange die Möglichkeit besteht, die Kleidung bei einem privaten Anlass zu tragen, stellt sich das Finanzamt stur“, sagt er.

Viele Angestellte tragen eine Dienstkleidung mit dem Logo des Unternehmens. Hier komme es auf den Sachbearbeiter in der Finanzverwaltung an. Dem Grunde nach handelt es sich um Arbeitskleidung und könnte abgesetzt werden. Auch spezielle Arbeitshosen etwa für Bauarbeiter oder Lageristen haben eine Chance beim Finanzamt, zumindest wenn es sich um Sicherheitskleidung handelt. „Es ist ratsam, die Kleidung immer in einem Fachgeschäft für Berufsbekleidung zu kaufen“, sagt Wawro. „Mit einem solchen Beleg die Kosten abzusetzen, hat bessere Aussichten auf Erfolg“. Er rät dazu, im Zweifel solche Kosten in der Steuererklärung geltend zu machen.

Stellt der Arbeitgeber Dienstkleidung oder schießt er etwas bei der Anschaffung dazu, muss der Arbeitnehmer diesen Vorteil laut der Bundessteuerberaterkammer nicht versteuern, wenn es sich klar um Berufskleidung handelt. Damit berufliche Arbeits- und Schutzkleidung ihre Funktion gut erfüllt und passgenau sitzt, empfiehlt sich vorab Beratung und Kauf im Fachhandel. dpa

© Schwäbische Post 27.01.2020 21:29
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