Große Feste des Glaubens

Nach Ostern stehen für viele Kinder und Jugendliche die Feiern zur Erstkommunion und Konfirmation an. Diese wichtigen Ereignisse wollen gut und rechtzeitig vorbereitet sein.
  • „Für die Jugendlichen ist die Konfirmation der Höhepunkt ihrer Konfirmandenzeit“, betonte Landesjugendpfarrer Bernd Wildermuth im vergangenen Jahr. Foto: EMH/Gottfried Stoppel
  • Festliche Kommunionkleider – modische Mädchenträume in Weiß.Foto: Lilly/akz-o

Die Konfirmation oder Kommunion gehört zu den besonders aufregenden Ereignissen im Leben eines Jugendlichen. Nach der Hochzeit sind die heilige Erstkommunion und die Konfirmation die wichtigsten Fest in vielen Familien.

Zwischen Ostern und Pfingsten

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist zwischen Ostern und Pfingsten die Hochsaison für die Konfirmation. Im vergangenen Jahr waren es rund 17 500 Jugendliche, die sich in den Festgottesdiensten zum Glauben und zu ihrer Kirchenzugehörigkeit bekannt haben. Etwa 550 Mädchen und Jungen feierten zudem im Konfirmationsgottesdienst ihre Taufe oder haben sich während ihrer Konfirmandenzeit taufen lassen.

In der Katholischen Kirche wird am „Weißen Sonntag“ – in diesem Jahr ist es der 19. April – traditionell das Fest der ersten Heiligen Kommunion gefeiert. (siehe Artikel unten).

Vorbereitung auf das Fest

So bedeutend wie der Tag selbst, so wichtig sind auch die Vorbereitungen auf Kommunion und Konfirmation. Von der festlichen Kleidung bis zur Frisur – zum Fest soll alles sitzen. Und deshalb sollte mit den Vorbereitungen auf den Festtag schon heute begonnen werden. Natürlich steht der religiöse Kern im Vordergrund. Doch dürfen für die Feier auch Dinge nicht vergessen werden wie Tischkarten und Einladungen für die Feier, und insbesondere eine schöne Kerze für das Kommunionkind.

Und die Kinder und Jugendlichen wollen dem Anlass entsprechend festlich gekleidet sein. Wie von einem Blütenregen geküsst – so präsentiert sich zum Beispiel in vielen Kollektionen die aktuelle Kommunion-Mode für Mädchen. Beschwingt und voller blütenreicher Details, wollen die festlichen Kleider im verspielten Boho-Look oder schlicht und pur im Classic-Style bezaubern. Weiße und unbeschwerte Kleider-Träume sind gefragt, die mädchenhaft und bequem sind. Da gibt es selbst für stilsichere Fashion-Girls viel zu entdecken. ELKW/akz/wom

Die feierliche Erstkommunion

Traditionell empfangen in der Katholischen Kirche am „Weißen Sonntag“, dem ersten Sonntag nach Ostern, die Kinder ihre erste Heilige Kommunion. Damit werden die Kinder in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen.

In der Regel gehen die Mädchen und Jungen in der dritten Klasse, mit ungefähr neun Jahren zur Erstkommunion. In den Wochen vorher bereiten sie sich in kleinen Gruppen auf die Erstkommunion vor. Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Frage wie Gott sein könnte, mit ihrer eigenen Taufe, dem Wirken Jesu und dem Aufbau der Messe.

Als Datum für die feierliche Erstkommunion wird der „Weiße Sonntag“ erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. Sein Name leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen.

Seine heutige Bedeutung als Tag der feierlichen Erstkommunion der Kinder bekam der „Weiße Sonntag“ erst nach dem Trienter Konzil (1545 bis 1563). Jedoch erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist der „Weiße Sonntag“ als Tag der feierlichen Erstkommunion festgesetzt. Allerdings können die Diözesen abweichende Ausnahmeregelungen treffen.

Ursprünglich wurde das Sakrament der Heiligen Kommunion bereits Säuglingen anlässlich ihrer Taufe zusammen mit der Firmung gespendet. Später bürgerte sich für die Erstkommunion das Mindestalter von 13 Jahren ein. Im 20. Jahrhundert senkte Papst Pius X. das Alter auf sieben Jahre. Heute empfangen in der Regel Kinder der dritten Grundschulklasse dieses Sakrament.

Eine weitere Tradition hat sich bis heute erhalten: Die Erstkommunikanten tragen wie die Täuflinge bis heute an ihrem Festtag weiße Gewänder. Sie symbolisieren die Brautschaft mit Christus. Allerdings erinnerten im Laufe der Jahre vor allem die Kleider der Mädchen immer mehr an Hochzeitskleider. Die Jungen wurden parallel als „Bräutigam“ in einen dunklen Anzug gekleidet. Quelle: Diözese Rottenburg-Stuttgart

© Schwäbische Post 06.03.2020 20:37
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