Lokale Klimabilanz verbessern: Mehr Stuttgarter sollten auf Ökostrom umsteigen

  • Strom aus erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. | Bild: pixabay ©manfredrichter
  • Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter nutzen bereits Ökostrom. | Bild: pixabay ©Hans Braxmeier

Wie alle großen Städte Deutschlands sieht sich auch Stuttgart einem wachsenden Strombedarf gegenüber. Im Namen der lokalen Klimabilanz wäre es sinnvoll, diesen vermehrt aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Ökostrom ist gut für die Umwelt und bringt auch den Nutzerinnen und Nutzern viele Vorteile. Es gibt vielfältige Bereiche, in denen Ökostrom schon heute eine Rolle spielt. Wichtig ist es, bei der Anbieterauswahl verschiedene Kriterien zu beachten.

Die Rettung des Klimas gelingt nur gemeinsam
Den Klimawandel weitestgehend einzudämmen, ist eine der dringendsten Herausforderungen unserer Zeit. Es geht darum, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen und allen heute lebenden Menschen ihre Lebensgrundlagen zu erhalten. Hierfür ist es wichtig, geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Das betrifft einerseits die persönliche und andererseits die globale Ebene. Jeder einzelne Mensch und alle Länder der Welt haben die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten und ihren CO2-Ausstoß zu verringern. In der Mitte angesiedelt ist die lokale Ebene. Auf dieser ergreifen Städte und Gemeinden wie Stuttgart zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Maßnahmen zum Klimaschutz.

Eine Verbesserung der lokalen Klimabilanz ist nämlich nur dann möglich, wenn alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter einschließlich der Regierung daran mitarbeiten. Jeder kann etwas dafür tun, um Stuttgart klimatechnisch zu einem besseren Ort zu machen. Hierzu gehört neben einem sparsamen Stromverbrauch auch die Wahl des geeigneten Stroms. So ist Ökostrom aus erneuerbaren Energien für das Klima deutlich besser als zum Beispiel Strom aus Braunkohle. Hierfür ein Bewusstsein zu schaffen und die Relevanz von Ökostrom für die lokale Klimabilanz deutlich werden zu lassen, ist ein wichtiges Anliegen.

Die Bedeutung von Ökostrom für die Klimabilanz
Zur Rettung des Klimas ist es notwendig, den Ausstoß von CO2 drastisch zu reduzieren. Hierbei leistet Ökostrom einen wichtigen Beitrag: Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Wasser gewonnen. Somit müssen keine schädlichen CO2-Emissionen in Kauf genommen werden, um die vermehrt benötigte Energie zu produzieren. Denn durch die wachsende Zahl an Menschen und die Entwicklung neuer Technologien steigt auch der Bedarf an Strom kontinuierlich an.

Ein weiterer Vorteil von Ökostrom ist, dass ihn alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter grundsätzlich selbst generieren können. Das ist zum Beispiel durch Solaranlagen auf dem Dach oder moderne Heizungsanlagen möglich. Zudem kann die Internet- und Telefonversorgung über Ökostrom sichergestellt werden. Hierdurch ist auch die Nutzung moderner Medien und Technologien klimaneutral möglich. Grundsätzlich gibt es für das gesamte Zuhause geeignete Ökostrom-Lösungen, die einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der lokalen Klimabilanz in Stuttgart leisten würden.

Keine negativen Veränderungen nach dem Umstieg auf Ökostrom
Ob ein Haushalt mit Ökostrom oder „normalem“ Strom beliefert wird, spielt für die Bewohnerinnen und Bewohner selbst keine Rolle. Sämtliche Geräte können genau so betrieben werden, wie es auch zuvor der Fall war. Der einzige Unterschied besteht eben darin, dass die gelieferte Energie sauber und klimafreundlich gewonnen wird.

Gerade für diejenigen, die generell schon umweltbewusst einkaufen, kann sich Ökostrom gleich doppelt bezahlt machen: Wer sich beispielsweise ein klimafreundliches Elektroauto angeschafft hat, sollte beim Aufladen auf Ökostrom setzen, um die erzielten Effekte nicht mit Strom aus Braunkohlekraftwerken zu unterlaufen.

Welche Faktoren sind beim Umstieg auf Ökostrom entscheidend?
Bei der Auswahl des passenden Ökostromanbieters sind verschiedene Kriterien zu berücksichtigen. So ist es wichtig, dass der Ökostrom komplett CO2-frei produziert wird. Hierbei ist es ratsam, auf die Bewertungen unabhängiger Institute zu achten. Diese bewerten objektiv und professionell, ob die von einem Anbieter geleisteten Versprechen tatsächlich eingehalten werden. Gerade ein TÜV-Zertifikat ist in diesem Bereich besonders kostbar.

Des Weiteren spielen die Tarife selbst eine wichtige Rolle. Es kommt darauf an, dass diese ohne versteckte Kosten auskommen. Einige Anbieter wie der Energie Anbieter Entega stellen sogar eine Neukundenprämie in Aussicht, die den Ökostrom noch einmal günstiger macht. Ebenfalls wichtig ist es, dass der Anbieter einen professionellen Kundenservice und eine klar verständliche Beratung anbietet. Wenn die Preise für Ökostrom zudem noch stabil und seit mehreren Jahren keinen großen Schwankungen unterworfen sind, ist das ein Argument, das für den jeweiligen Anbieter spricht.

Tipp: Einen Tarif mit Ökostrom zu nutzen, heißt längst nicht mehr, partout mehr bezahlen zu müssen. Einige Anbieter locken sogar mit günstigeren Konditionen als bei herkömmlichen Tarifen. Da sich die Strompreise insgesamt ständig ändern, ist es sinnvoll, regelmäßig vor Vertragsende die aktuellen Angebote zu vergleichen. Es ist fast immer möglich, so zwei- bis dreistellige Beträge im Jahr zu sparen.

Fazit
Der Klimawandel lässt sich nur als Gemeinschaftsprojekt lösen, indem jeder einen kleineren oder größeren Beitrag leistet. Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter haben die Möglichkeit, Aktiv am Umweltschutz mitzuwirken. Mit wenigen Schritten ist es möglich, einen Stromanbieterwechsel vorzunehmen und komplett auf Ökostrom zu setzen. Hierbei ist es wichtig, bestimmte Kriterien bei der Auswahl zu berücksichtigen. Auf diese Weise verbessert sich nicht nur die persönliche Klimabilanz, sondern auch die lokale Klimabilanz der belasteten Region Stuttgart.

Bildquelle:
pixabay.de ©manfredrichter CCO Public Domain
pixabay.de ©Hans Braxmeier CCO Public Domain

 

© Schwäbische Post 09.10.2019 08:40
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