Ohne Azubi-Vertrag nicht verzweifeln

Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte sich schnell mit Alternativen beschäftigen. Perspektive schafft Hoffnung.

Bei der Ausbildungsplatzsuche sollte man immer auch einen Plan B entwickeln, der greift wenn es mit dem Wunschberuf nicht klappt. Oder gar, wenn man überhaupt keinen Ausbildungsplatz bekommt.

Alternative Ausbildungsplätze

Oberste Priorität sollte die Suche nach beruflichen Alternativen zum bisherigen Ausbildungsberuf sein. In der Anfangsphase des neuen Ausbildungsjahres werden immer wieder Ausbildungsstellen neu angeboten, weil der Bewerber nicht angetreten ist oder nach wenigen Tagen die Ausbildung abgebrochen hat. Diese Ausbildungsstellen werden der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer gemeldet. Auch im Bekanntenkreis sollte man seine Situation bekannt machen. Bei Firmen, bei denen man zum Einstellungsgespräch war, könnte man nochmals nachfragen.

Alternativen, die nicht direkt in Ausbildung münden, sollten so ausgewählt werden, dass man dem beruflichen Ziel ein Stückchen näher kommt. Hier können Angebote der Berufsberatung, die zu einer beruflichen Neuorientierung führen, hilfreich sein.

Freiwilligendienst

Im Bereich Freiwilligendienst wird seit 1. Juli 2011 neben dem freiwilligen sozialen Jahr und dem freiwilligen ökologischen Jahr auch der Bundesfreiwilligendienst angeboten. Informationen dazu gibt es bei den Berufsberatern, dem Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit und auf den entsprechenden Homepages.

Einstiegsqualifizierung oder Praktikum

Wer sich in einem Praktikum auf seinen künftigen Beruf vorbereiten will, hat die Möglichkeit, eine Einstiegsqualifizierung anzunehmen. Hier werden die Grundlagen für eine eventuell folgende Berufsausbildung vermittelt. Bei guten Leistungen und dem Besuch der Berufsschule kann die Zeit des Praktikums sich verkürzend auf die Ausbildungszeit auswirken. Auskünfte gibt es bei den Berufsberatern. Betriebe erhalten Auskünfte über die Ansprechpartner im Arbeitgeberservice.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Die Agentur für Arbeit bietet für Jugendliche, die bisher keinen Ausbildungsplatz finden konnten, die Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen an. Über die mögliche Teilnahme entscheidet die zuständige Berufsberatungsfachkraft der Agentur für Arbeit. Interessierte sollten daher dringend einen Beratungstermin bei den Berufsberatern vereinbaren.

© Schwäbische Post 29.06.2017 17:03
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