Pietätvolle Begleitung und Unterstützung

Es ist immer eine Ausnahmesituation, wenn ein geliebter Mensch verstirbt. Ein gutes Bestattungsunternehmen hilft den Hinterbliebenen in der schweren Zeit mit Rat und Tat. Und vieles wird einfacher, wenn schon zu Lebzeiten Vorsorge für den Todesfall getroffen worden sind.
  • Kein Mensch setzt sich gerne mit dem Verlust geliebter Menschen oder der eigenen Endlichkeit auseinander. Dabei ist es heute einfach, eine solide Vorsorge zu treffen. Foto: adobe stock / Chlorophylle

Bestattungsunternehmen und ihre Mitarbeiter werden oft belächelt, gelegentlich wird über ihre Arbeit ein Witz gemacht. Am liebsten vermeiden Menschen allerdings das Thema Sterben, es wird im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen. Wenn es dann in der Familie zu einem Trauerfall kommt, erkennen die meisten Angehörigen, wie wertvoll die Begleitung durch einen Bestatter ist. In dieser Ausnahmesituation hat man einfach nicht den Kopf für all die Entscheidungen, die aber für eine pietätvolle Verabschiedung des Verstorbenen notwendig sind. Dankbarkeit und Wertschätzung für die hilfreiche Unterstützung durch einen Experten zeigen sich häufig erst nach der Beerdigung.

Eine Bestattung sollte immer individuell gestaltet werden

Um die Last von den Schultern der Angehörigen zu nehmen, kann man sich in jeder Lebenssituation bereits im Voraus um die Details kümmern. Eine Bestattung ist eine individuelle Angelegenheit und sollte nicht „wie beim Nachbarn“ oder „wie beim Kollegen“ sein. Jeder Mensch ist anders und auch die Verstorbenen sind immer noch Menschen. Wenn man sich mit der Sache nicht auseinandersetzt, bleibt sie für ewig fremd. Daher sollte man in Ruhe und ohne Druck gleich mit denjenigen sprechen, die täglich mit dem Sterben umgehen. Die Begegnung mit einem Bestattungsunternehmen ist beim ersten Mal seltsam und schwer. Doch wenn man sich mal erkundigt hat und den ersten Kontakt mit dem Bestatter hatte, nimmt die Scheu ab.

Informationsgespräch vereinbaren

Der einfachste Weg zur guten Vorbereitung ist der Griff zum Telefon, um ein Informationsgespräch mit dem Bestattungsunternehmen seines Vertrauens zu vereinbaren. „Wenn ein geliebter Mensch von uns geht, will man ihn geborgen wissen“, erklärt ein erfahrener Bestatter aus dem Ostalbkreis. Ob man 40 Jahre alt ist und sich zusammen mit seinen Eltern oder nur für sich selbst erkundigt, ob man 70 Jahre alt ist und persönliche Vorkehrungen treffen möchte – ein persönliches Gespräch hilft, sich zu Lebzeiten zu informieren und später in der Familie darüber diskutieren zu können. Ein persönliches Gespräch hat daher zwei hilfreiche Hintergründe. Einerseits realisiert man dabei, was man möchte und wie hoch die Kosten sind. Andererseits beschäftigt man sich umfassend mit dem eigenen Tod und kann den Angehörigen alle Details hinterlassen, um sie in den schweren Stunden nicht zusätzlich zu belasten.

Der Bestatter empfiehlt sogar noch einen weiteren Schritt. „Lassen Sie sich die Bestattungskosten von einem Unternehmen, das dem Berufsverband angeschlossen ist, zum heutigen Tage ermitteln. Zahlen Sie den Betrag auf das Konto der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG ein.“ Er verbindet damit mehrere Vorteile. Der Vorsorgeempfänger bestimmt schon alle Details seiner Beerdigung und schreibt sie nieder. Zudem werden die notwendigen Dokumente vorbereitet oder an einem bekannten Ort deponiert. Das entlastet die Angehörigen genauso wie die finanzielle Absicherung durch das sicher hinterlegte Geld. Selbst im Falle von Altersarmut oder Empfang von Sozialhilfe vor dem Tod bleibt der eingezahlte Betrag für die Beisetzung erhalten.

Viele Dienstleistungen werden durch den Bestatter gebündelt

Die Bestattungskosten gehen schnell in die Tausende. Das liegt an den vielen Dienstleistungen, die in die Bestattung involviert sind und die über den Bestatter kollektiv abgerechnet werden. Vom Friedhofsamt über das Restaurant, vom Redner und den Blumen bis hin zur Traueranzeige und den Steinmetz, Gebühren und Danksagungen – all diese Komponenten sind zu organisieren. Dafür stehen geschulte, kompetente Mitarbeiter im Bestattungsunternehmen zur Verfügung.

Fehlen wichtige Originalpapiere, müssen diese mühevoll bei den Ämtern beantragt werden – wenn man dann noch weiß, wo Oma und Opa beispielsweise geheiratet haben. Denn entscheidend für die Unterlagen ist immer der letzte aktuelle Familienstand des Verstorbenen. Bei Bestattungen ausländischer Mitbürger kommen noch viele andere Aspekte, wie zum Beispiel eine Exhumierung oder überregionale Überführungsfahrten hinzu. Erst das persönliche Gespräch mit dem Bestatter bringt Klarheit zu Umfang und Kostenrahmen einer Bestattung. Eine Liste aller benötigten ist bei jedem guten Bestatter erhältlich. freu

© Schwäbische Post 12.03.2020 15:24
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