Professionelle Hilfe rund um die Bestattung

Beim Verlust eines geliebten Menschen sorgen die Bestatter für eine reibungslose Organisation und bieten Trost und Beistand.
  • Jetzt im Herbst, wenn Allerheiligen und Allerseelen im Kalender näher rücken, ist bei vielen Menschen die Trauer über einen verstorbenen Angehörigen besonders groß. Foto: AdobeStock/stockpicks

Der Verlust eines geliebten Menschen ist für Jeden eine herausfordernde Situation – was die Gefühle, sprich die Trauer, betrifft als auch, das was es an Herausforderungen danach zu bewältigen gilt, wenn der Verstorbene dazu noch ein naher Angehöriger ist.

Ein Trauerfall innerhalb der Familie kann sehr überwältigend sein, besonders, wenn er unerwartet eintritt. Es ist zunächst meist sehr schwer, mit dieser schmerzvollen Situation umzugehen.

Kompetente Bestatter

Um die nach einem Todesfall naher Angehöriger anstehenden Herausforderungen angehen zu können, ist ein kompetenter und gut ausgebildeter Bestatter der richtige Partner.

Er kann in ruhigen, persönlichen Gesprächen helfen, und er wird auch versuchen, die Organisation und den Ablauf von Trauerfeier und Begräbnis im Sinne des Verstorbenen und der Familie zu erledigen.

Denn ein persönlicher Abschied ehrt nicht nur das Andenken an den Verstorbenen, sondern bietet auch eine gute Gelegenheit, um die eigenen Gefühle in eine heilsame Richtung zu lenken. Daher ist es immer wichtig, dass das Begräbnis und dessen Gestaltung zum Verstorbenen passt. Gemeinsam gilt es, dem Schmerz zu begegnen und ihm etwas Positives entgegenzusetzen – die Erinnerung an die vielen wundervollen Momente in der Vergangenheit und die den Tod überdauernde Liebe. Damit das gelingt, müssen BestatterInnen besonders einfühlsam und empathisch sein, und trotz des ernsten Themas Spaß am Beruf haben.

In den vergangenen Jahren ist die Bestattungskultur immer umfangreicher und vielfältiger geworden und es gibt eine Vielzahl von Bestattungsmöglichkeiten. Die traditionelle Erdbestattung ist immer noch sehr gefragt, aber auch verschiedene Urnenbestattungen – zum Beispiel Urnengrab, Urnenfeld oder pflegefreies Gemeinschaftsurnenfeld – sind möglich, dazu Waldbestattung, Baumgräber, Hügelgräber und andere mehr.

Bestatter arbeiten vielfältig

Neben dem eigentlichen Begräbnis übernimmt der Bestatter viele Aufgaben, auch versteckte, nicht sofort ersichtliche. Beispielsweise erledigt er eine eventuell notwendige Überführung, Behördengänge, hat Kontakte zu Gärtnern wegen Blumenschmuck, zu Musikern und Trauerrednern und übernimmt das Schalten von Traueranzeigen. Da bleibt für die Hinterbliebenen mehr Zeit, zu trauern und zur Ruhe zu kommen. Zumal die einzuhaltenden Regularien und Vorschriften immer aufwendiger würden, so die örtlichen Bestattungsinstitute.

Vorsorge zu Lebzeiten

Viele Menschen treffen aber auch bereits zu Lebzeiten Vorkehrungen für den Fall ihres Todes. Zusammen mit einem Bestatter legen sie fest, was in diesem Fall geschehen soll. „Mit der Vorsorge wird alles geregelt, zur eigenen Erleichterung und vor allem zur Entlastung der Hinterbliebenen“, erklärt ein erfahrener Bestatter aus dem Ostalbkreis, der seit über 30 Jahren im Beruf arbeitet. Dieses Verfahren werde immer mehr nachgefragt.

Im Beratungsgespräch werden die gewünschte Bestattungsart und die Abläufe des Begräbnisses festgelegt und schriftlich detailliert festgehalten. Der Kunde kann die anfallende Summe dann bereits bezahlen. Etwa alle zwei Jahre wird der Bestatter dann den Vertrag überarbeiten und an die aktuellen Gegebenheiten anpassen. Für ihn wird also weitere Arbeit nötig. Dadurch werden eventuelle Nachforderungen – beispielsweise wegen gestiegener Preise – möglich. Ein weiterer Vorteil der Vorsorge ist, dass alle wichtigen Unterlagen bereits komplett sind, in Ruhe zusammengestellt werden können und nicht mehr während der schweren Trauerzeit gesucht werden müssen.

Mitglied im Berufsverband

Wichtig ist: Der Bestatter muss bei einem Berufsverband Mitglied sein, denn dort kommt das Geld auf ein Treuhandkonto, sodass es sicher hinterlegt ist. Bestatter und Kunde erhalten jeweils ein Schriftstück, in dem alle getroffenen Regelungen enthalten sind. Der Kunde sollte dann einer nahestehenden Person sagen, dass diese Regelungen getroffen wurden und wo sie zu finden sind. „Die Vorsorgemöglichkeit wird immer mehr nachgefragt, es sind immer weniger Berührungsängste vorhanden, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen“, sagt der Unternehmer. Jürgen Eschenhorn

© Schwäbische Post 10.10.2019 14:43
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