Gesundes Wohnen ohne Schimmelbefall

  • Foto: Alles aus einer Hand für Putz und Dämmung der Fassade. Stuckateurmeister Siewerth
Schimmel ist eine Plage, niemand möchte ihn in den eigenen vier Wänden haben. Dennoch taucht er immer wieder auf. Ob Bad oder Küche, Schlaf- oder Kinderzimmer, kein Raum ist vor dem lästigen Pilzbefall sicher. Der Stuckateur als Experte kann der Ursache auf den Grund gehen und mit nützlichen Tipps und wichtigen Maßnahmen dem Schimmelbefall im Eigenheim vorbeugen oder ihn beenden.

Schimmel gibt es in vielen Ausprägungen. Beispielsweise ist er auf Käse ein gern gesehener Nahrungsmittel-Veredler. Im Kinderzimmer ist er allerdings schädlich bis lebensgefährlich und muss vermieden oder bekämpft werden. Schimmelbefall kann auf verschiedene Art und Weise entstehen. Vor allem sind die Lebensbedingungen für den Schimmelpilz ausschlaggebend. In Gebäuden findet er ein breites Nahrungsangebot, zum Beispiel an Tapeten, Gipskartonplatten, Bodenbelägen, Staub oder Schmutz. Ist er einmal eingezogen, lässt er sich auf Wänden, Decken, Fenstern, Möbeln, Kleidung oder Büchern nieder. Feuchtigkeit ist die beste Freundin des Schimmels. Sie kann entweder direkt in das Gebäude eindringen oder entsteht durch Kondensat. Folgen sind dann dunkle Flecken und ein muffiger Geruch. Oft hilft nur noch die Komplettsanierung.

Der Stuckateur-Fachbetrieb kann dem Schimmel auf zwei Wegen vorbeugen oder ihn beseitigen. Die erste Variante ist das Dämmen der Außenfassade. Dafür gibt es attraktive Förderungsmöglichkeiten durch die KfW-Bank. Denn entgegen der irrtümlichen Meinung, Dämmung führe erst zu Schimmelbildung, empfiehlt auch sie die nachträgliche Wärmedämmung beim Altbau. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass schlechte oder fehlende Dämmung und Wärmebrücken das Entstehen von Schimmel sogar begünstigen. Wichtig ist aber die Ausführung durch einen Fachbetrieb. Denn hochwertig ausgeführte Energieeffizienzmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum gesunden Wohnen und sparen Energie.

Eine weitere Variante ist die Verwendung von hochwertigen Putzen und Farben. Schimmel kann durch einen Kalkputz sowie den Anstrich mit Allergiker-geeigneter Farbe gebremst werden. Die Wände „atmen“, nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. So entsteht ein Wohlfühlklima für den Mensch, nicht für den Pilz. Vor allem im Kinderzimmer lohnt sich diese Maßnahme, denn so können Kinder unbesorgt spielen und gesund groß werden. Doch auch für Erwachsene sollte die Gesundheit an erster Stelle stehen. Die Putze und Farben sind zwar teurer als gewöhnliche Dispersionsfarbe, strahlen aber genauso schön und sorgen für eine schimmelfreie Umgebung.

Letztlich ist natürlich das Nutzerverhalten entscheidend. Richtiges Lüften ist immens wichtig und ganz einfach. Denn eine hohe Raumluftfeuchtigkeit nach dem Kochen, Wäsche trocknen oder Duschen ist Ursache Nr. 1 von Schimmel. Auch zu geringe Raumtemperaturen spielen eine Rolle bei der Wohngesundheit.

Lüften sollte regelmäßig erfolgen. Zwei Mal am Tag sollten die Fenster komplett für fünf bis zehn Minuten geöffnet werden. Kippen bringt gar nichts, führt eher noch zu Stockflecken in den Ecken. Bad und Küche kann man auch gerne öfter berücksichtigen, kurzes Stoßlüften hilft da schon Wunder. Idealerweise sorgt man beim Lüften für Durchzug. Im Winter dreht man vorzugsweise die Heizung mit den Thermostaten ab. Bei den Möbeln sollte man darauf achten, dass sie nicht direkt an der Wand kleben. Die Luft sollte dahinter zirkulieren können. Kondenswasser am Fenster wischt man gleich ab. Es könnte ein Hinweis auf zu stark aufgeheizte Räume sein. Also immer Raumtemperaturen um die 20 Grad Celsius wählen. Das gilt auch für unbenutzte Räume, sie sollten nie übermäßig auskühlen.

Ihr Ansprechpartner vor Ort: Stuckateurmeister Siewerth

© Schwäbische Post 21.07.2016 09:47
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