Mit regelmäßiger Wartung gegen den Verschleiß

Heizungen egal welchen Alters unterliegen durch ständigen Gebrauch dem Verschleiß. Zudem bilden sich durch das Verbrennen des Brennstoffs zusammen mit der angesaugten Luft Verschmutzungen. Verschleiß und Verschmutzungen erhöhen den Energieverbrauch. Mit einer regelmäßigen, jährlichen Heizungswartung muss das nicht sein. Doch solange die Heizung ihren Dienst tut, denken viele Nutzer nicht an ihre Pflege.

Heike Hübner von der Grötzinger Heizungsbau- und Installation GmbH in Heubach empfiehlt ihren Kunden Wartungsverträge. Diese haben unter anderem den Vorteil, dass der Eigentümer nicht selbst an die Wartung denken muss. Er wird automatisch jedes Jahr um die gleiche Zeit daran erinnert. Denn Heike Hübner erlebt es immer wieder, dass eine Heizung schon fünf Jahre oder noch länger nicht gewartet wurde. Sie vergleicht den Kundendienst gerne mit dem eines Autos. Mit dem heiligen Blechle fährt man ja auch regelmäßig in die Werkstatt, um es überprüfen zu lassen. Viele Kunden vergessen auch, dass sie als Betreiber einer Heizungs- und Warmwasseranlage nach Energiesparverordnung zu einer regelmäßigen Wartung verpflichtet sind. Wird der jährliche Check nicht durchgeführt und es passiert etwas, müssen die Kosten selbst getragen werden.

Die jährliche Heizungswartung bietet neben der Energieeinsparung auch einen besseren Wirkungsgrad der Anlage, eine garantierte Sicherheit, die Vermeidung von teuren Folgeschäden, eine höhere Lebensdauer, weniger Emissionsausstoß und zumindest die Aufrechterhaltung der Garantie. Wirkungsgrad und Energiesparen gehen dabei Hand in Hand. Denn je höher die Verschmutzung, desto mehr Energie wendet die Heizung auf, um den gleichen Wirkungsgrad zu erreichen. Pro Millimeter Ruß im Heizkessel erhöht sich der Brennstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent. Das sind auch zehn Prozent höhere Energiekosten, also teilweise einige hundert Euro. Die reguläre Heizungswartung kostet im Vergleich nur 90 bis 150 Euro, wenn keine größeren Reparaturen notwendig sind.

Während der Heizungswartung, die üblicherweise ungefähr zwei Stunden Zeit in Anspruch nimmt, kontrolliert der Fachmann die Regelungs- und Sicherheitseinrichtungen der Anlage. Er stellt die Vorlauf- und Kesseltemperatur korrekt ein, entlüftet die Heizkörper und füllt Wasser nach. Zudem reinigt er Brenner, Kessel sowie Heizkörper, tauscht Verschleißteile bei Bedarf aus und misst die Abgaswerte nach. Wichtig ist, einen Experten dafür zu bestellen. Nur er kennt sich mit dem Heizsystem des jeweiligen Herstellers perfekt aus und kann so die Wartung oder Reparatur fachkundig durchführen. Die Mitarbeiter eines Fachbetriebs besuchen daher auch regelmäßig Schulungen, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

Für die Heizungswartung gibt es keinen vorgeschriebenen Zeitpunkt. Normalerweise melden sich Eigentümer vor Beginn der Heizperiode beim Fachbetrieb an. Auch wenn letzten Winter noch alles wunderbar funktioniert hat, sollte man trotzdem an den Termin denken. Gegebenenfalls kann man sich auch einen fixen Termin im Kalender vermerken. Wie man dieses Jahr wieder gesehen hat, kann der Temperatursturz plötzlich und unverhofft kommen. Dann drängeln sich die Einsätze beim Fachmann und es entstehen Wartezeiten. Daher gibt es Wartungsverträge. Sie helfen bei der Terminkoordinierung und halten die Kosten unter Kontrolle.

Ein letzter Tipp von Heike Hörner gilt noch der Rechnung. Sind auf dieser die Lohnkosten extra ausgewiesen, können Hausbesitzer 20 Prozent, maximal bis zu 1.200 Euro, dieser Kosten von der Steuer absetzen. Bedingung ist noch, dass für die Handwerkerleistung keine öffentliche Förderung in Anspruch genommen wurde.

© Schwäbische Post 17.11.2016 14:33
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