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ABC-Schützen sicher zur Schule begleiten

Angehende Erstklässler sollten jetzt gemeinsam mit den Eltern ihren Schulweg üben.
  • Eine Fahrbahn zu überqueren ist für Erstklässler oft das Schwierigste und Unfallursache Nummer eins. Eltern sollten das mit ihren Kindern üben. Foto: Mascha Brichta/dpa-mag

Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der beste. Eltern sollten mit ihren Kindern vor dem Schulanfang den sichersten Weg einüben – ob direkt zur Schule oder zur Haltestelle. Sicher ist ein Weg, wenn schwierige, stark befahrene Straßen und Kreuzungen sowie unübersichtliche Abschnitte umgangen werden, erklärt der Auto Club Europa (ACE).

Eine Fahrbahn zu überqueren ist für Erstklässler oft das Schwierigste und Unfallursache Nummer eins, betont der TÜV Süd. Denn Kinder haben ein kleineres Blickfeld als Erwachsene. Herannahende Fahrzeuge sehen sie daher erst später. Zudem fehlt Kindern noch das Gefühl, um Geschwindigkeiten richtig einschätzen zu können. Eltern sollten daher mit ihren Kindern üben, immer erst nach links und rechts zu schauen, dann noch mal kurz nach links und anschließend auf schnellstem und kürzestem Weg über die Straße zu gehen. Dieser Ablauf gibt Sicherheit und Routine. Wenn irgend möglich, wird eine Straße nur an Ampeln oder Fußgängerüberwegen überquert.

Den konkreten Weg mehrmals einzuüben ist wichtig, denn was Kinder im Erstklässler-Alter vielleicht an anderen Kreuzungen gelernt haben, können sie noch nicht auf neue Orte übertragen, warnt der ACE. Auf dem Rückweg sieht alles anders aus, er muss daher genauso geübt werden. Und auch wenn es momentan morgens hell ist, ist für den anstehenden Herbst auf eine gute Ausleuchtung der Strecke zu achten. Helle Kleidung und Reflektoren machen die Kinder für Autofahrer besser sichtbar.

Elterntaxi gefährdet Kinder

Tabu ist laut den Experten das häufig beliebte „Elterntaxi“, das Kinder möglichst nah an der Schule absetzt. Denn direkt vor dem Schulhof sind die Elternautos eine Gefahr für alle Kinder, weil diese zwischen den parkenden und an- und abfahrenden Autos nur schlecht zu sehen sind. Gibt es keine andere Möglichkeit als die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, können Eltern ein Stück entfernt von der Schule halten. Zum Teil gibt es auch von Schulen extra eingerichtete Halteplätze.

Für Autofahrer bedeutet der Beginn der Schulzeit: Sie sollten besonders in Wohngebieten und in der Nähe von Schulen mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren, so der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz. Das heißt: Stets bremsbereit sein, weil plötzlich Kinder auf die Straße laufen könnten, die man zwischen parkenden Autos zu spät sieht. dpa

© Schwäbische Post 21.08.2020 15:19
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