Camping – die Gefahr der Naturgewalten

Bei Unwetter bestehen spezielle Risiken für Wohnwagen, Mobilheime und deren Inhalt.

Wer außerhalb der Hauptsaison auf einem Campingplatz vorbeischaut, wird über die große Zahl der Dauercamper überrascht sein. Sie haben ihren Wohnwagen abgemeldet und ihn langfristig dort oder auf einem umfriedeten Privatgrundstück abgestellt.

Die meisten Dauercamper lieben das ungezwungene Leben mitten in der Natur, sie genießen Unabhängigkeit, Freiheit und Urlaubsstimmung. Für manche ist diese Wohnform aber auch eine Alternative zur teuren Mietwohnung in der Stadt. Immer beliebter bei Dauercampern werden neben stillgelegten Wohnwagen sogenannte Mobilheime. Das Zuhause von Dauercampern ist allerdings besonderen Risiken ausgesetzt.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu

„Wohnwagen und Mobilheime sind in Zeiten des Klimawandels mehr denn je durch extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hagel oder Starkregen gefährdet“, erklärt Christian Waldheim von der Oberösterreichischen Versicherung. Wenn beispielsweise ein Baum auf das Wohnmobil falle, sei dieses danach kaum noch nutzbar und habe nur noch Schrottwert.

Auch durch ein Feuer könne ein solches Domizil in Windeseile zerstört werden. „Auf den Inhalt von Wohnwagen und Mobilheimen dagegen haben es Diebesbanden oder Gelegenheitseinbrecher abgesehen, für sie sind solche Objekte schneller und leichter zu ‘knacken’ als andere Immobilien“, warnt Christian Waldheim. Dauercamper sollten deshalb sowohl ihre Wohnobjekte als auch deren Inhalt schützen. Das erfolgt etwa über eine spezielle Dauercamperpolice.

Wohnwagen und Mobilheime sind in Zeiten des Klimawandels mehr denn je durch extreme Wetterereignisse gefährdet.

Christian Waldheim
Experte

Die Wohnwagen und Mobilheime selbst sind gegen Feuer, Blitzschlag, Explosion und Flugzeugabsturz sowie Sturm, Hagel versichert. Der Deckungsschutz für den Hausrat umfasst zudem Schäden durch Leitungswasser und Frost sowie durch Einbruch und Vandalismus.

versicherungsschutz genau abstimmen

Ergänzt wird das Ganze um eine Pauschalglas- sowie eine Haftpflichtversicherung. Im Schadensfall ist eine komplizierte Wertbestimmung im Übrigen nicht nötig – denn die Versicherungssummen wurden pauschal auf 60 000 Euro für das Objekt und 10 000 Euro für den Hausrat festgelegt. Für höherwertige Objekte lassen sich die Versicherungssummen auf bis zu 120 000 Euro beziehungsweise 20 000 Euro anheben. Optional kann der Versicherungsschutz um eine Leitungswasserabsicherung, den speziellen Schutz des Winterquartiers oder eine Elementarabsicherung ergänzt werden. djd

© Schwäbische Post 21.02.2020 15:36
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