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Fernlicht – wann erlaubt?

Wann Autofahrer das Fernlicht einschalten dürfen.
  • Das Fernlicht darf den Gegenverkehr nicht blenden.Foto: Alexander Schäffer

Mancher Autofahrer meint, dass die Fernlicht-Funktion nur außerorts erlaubt sei. Das ist so nicht richtig. Achmed Leser vom TÜV Thüringen erläutert die Regeln: Grundsätzlich schreibe die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vor, dass Fahrer während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn es die Sichtverhältnisse erfordern, die vorgeschriebenen Leuchten am Fahrzeug benutzen müssen.

In der StVO ist auch die Benutzung des Fernlichts beschrieben. „Letztlich geht es um das Sehen und Gesehenwerden“, erklärt Achmed Leser. „Das Fernlicht darf jedoch nicht eingeschaltet werden, wenn Straßen durchgehend und ausreichend beleuchtet sind.“ Genau das sei aber in vielen Ortschaften der Fall.

Auf der anderen Seite gibt es auch innerorts Strecken, die gar nicht, nicht durchgehend oder nur sehr schlecht beleuchtet sind. Hier dürften Autofahrer das Fernlicht zuschalten – „aber nur, wenn dadurch keine anderen Verkehrsteilnehmer geblendet werden“, so Leser. Ein generelles Fernlicht-Verbot innerhalb von Ortschaften gibt es also nicht.

Auch Autos, die vor einem fahren, dürfen nicht geblendet werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften kann man jedoch dem Vordermann das Überholen durch kurzes Betätigen der Lichthupe ankündigen. dpa

© Schwäbische Post 24.07.2020 16:35
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