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Musik – ohne ist Fahren langweilig

Was beim Autoradio während der Fahrt berücksichtigt werden sollte.
  • Findet fast immer Anschluss: Ein USB-Stick mit den Liebling-Songs. Foto: Christin Klose/dpa

Wer im Auto unterwegs ist, sollte auf eines keinesfalls verzichten: die persönliche Playlist. Denn wer darauf vertraut, dass sich immer gerade ein Radiosender findet, der zu Strecke und Stimmung passt, wird ziemlich sicher enttäuscht.

Ein klassischer Weg, seine Lieblingsmusik ins Auto zu bringen, ist die Digitalisierung einer CD-Sammlung am Rechner. „Wer viele CDs besitzt, kommt langfristig nicht drumherum, seine Musik-Bibliothek zu wandeln“, meint Car-Hi-Fi-Spezialist Michael Zeitler, der in Köln einen Fachhandel betreibt. „Neue Geräte besitzen zwar noch CD- und DVD-Laufwerke, häufig auch Anschlüsse für SD-Karten und USB-Sticks, nicht jedoch CD-Wechsler.“

Nimm doch den Stick mit

Mit ins Auto kommen die Musikdateien dann am einfachsten auf einem USB-Stick. Große Sticks mit 64 Gigabyte (GB) kosten weniger als zehn Euro und können Abertausende Songs speichern. Die Musikdateien kann man bei dieser Gelegenheit auch gleich in einen Onlinespeicher ablegen. Denn selbst in Autos kommt Musik immer öfter übers Internet. „Langfristig wird die ganze Musik in der Cloud gespeichert oder von Streaming-Diensten geladen“, sagt Zeitler.

Unterschiede bei der Klangqualität gibt es zwischen den einzelnen Musikdateiformaten. Die können beim Digitalisieren, dem sogenannten Rippen, je nach Programm eingestellt werden. „Musikfans, die auf maximale Qualität ihrer Musiksammlung Wert legen, sollten die Songs im FLAC-Format speichern“, rät Zeitler. FlAC steht für Free Lossless Audio Codec, ein klangstarkes Format, das die Musik anders als etwa MP3 oder AAC verlustfrei komprimiert. Über Bluetooth lassen sich Musikdateien auch vom Smartphone direkt zum Autoradio streamen.

Die rollende Disco sollte es nicht sein

Auch wenn Musikhören beim Autofahren Spaß macht: Übertreiben sollte man es nicht. Eine rollende Disco schadet nicht nur dem Gehör, sondern kann auch für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich und nervig sein. Doch was ist zu laut? Wie stark Autofahrer Musik aufdrehen dürfen, ist nicht genau geregelt. Laut Straßenverkehrsordnung ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

„Autofahrer müssen immer sicherstellen, dass sie während der Fahrt und beim Musik hören den Verkehr noch akustisch wahrnehmen können. Dazu zählt Hupen anderer Fahrzeuge, Sirenen von Einsatzfahrzeugen wie auch das Klingeln von Fahrrädern“, sagt Kay Schulte, Leiter Unfallprävention im Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). „Eine genaue Dezibel-Zahl gibt es nicht“, erklärt Schulte. Wenn sich Fahrer und Beifahrer noch ohne Schreien unterhalten können, sei die Lautstärke meist noch akzeptabel: „Wichtig ist, dass der Fahrer noch Nebengeräusche außerhalb des Autos wahrnehmen kann.“

Kopfhörer sind tabu

Vor dem Tragen von Kopfhörern im Auto warnt Schulte ausdrücklich, weil der Fahrer dadurch von Außengeräuschen mehr oder weniger vollständig abgekapselt wird, besonders bei In-Ohr-Kopfhörern, akustisch geschlossenen Kopfhörern und natürlich bei Kopfhörern mit aktiver Unterdrückung von Außengeräuschen und -lärm. dpa

© Schwäbische Post 19.06.2020 16:09
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