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Typenvielfalt – das richtige Fahrrad finden

Bei Fahrrädern gibt es jede Menge verschiedene Bauarten. Ein Überblick.

Wenn die Verkaufszahlen ein Indikator für die Beliebtheit eines bestimmten Fahrradtyps sind, dann liegt ein Klassiker seit Jahren in der Gunst der Radler ganz weit vorne: das Trekkingrad. Dieses macht um die 30 Prozent der Verkäufe aus, wie aus den Marktstatistiken des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) hervorgeht.

Inzwischen gibt es für fast jeden Einsatzzweck ein Fahrrad, das Angebot fächert sich weit auf. Die meisten Typen sind inzwischen auch als E-Bike erhältlich.

Das Trekkingrad

Dieser Zweiradtyp eignet sich für tägliche Strecken, aber auch mal für eine Tour am Wochenende, die über Forst- und Feldwege führt. Mit Lichtanlage und Schutzblechen sei das Trekkingrad für alle Tageszeiten und Wetterverhältnisse gerüstet, urteilt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Keine andere Gattung habe ein ähnlich breites Einsatzspektrum. Für den Stadtverkehr sind Trekkingräder wendig genug, zugleich bieten sie für Touren genug Geradeauslauf, sie bleiben also vergleichsweise gut in der Spur. Dank Trägersystemen können sie bepackt werden. Dem auf Design getrimmten Urban Bike, einer Trekkingbike-Unterart ohne Gepäckträger, fehlt diese Option.

Das Mountainbike

Das Offroad-Fahren ist Sinn und Zweck dieses Typs, der in den 1980er-Jahren in den USA aufkam und seinen weltweiten Siegeszug antrat. Für Grip und genügend Vortrieb sind breite, ausgeprägt profilierte Reifen aufgezogen. Der Lenker ist breit, wodurch sich das Gefährt auf losem Grund besser beherrschen lässt. Die Gattung ist ausdifferenziert: So gibt es Downhill-Bikes, die mit längeren Federgabeln und geänderter Rahmengeometrie speziell für Abfahrten gedacht sind.

Das Rennrad

Auf ihm sitzen Fahrerinnen oder Fahrer gebeugt, um ihre Trittkraft möglichst effizient in die Pedale zu geben und um aerodynamischer unterwegs zu sein. Zudem ist dieser Typ auf Leichtbau getrimmt und besitzt im Idealfall einen Carbon-Rahmen. Doch der aufwendig produzierte Kunststoff treibt die Kosten in die Höhe. Günstigere Rennräder besitzen einen Alurahmen, auch Retro-Rennräder mit Stahlrahmen werden noch gefertigt. Im Angebot sind verschiedene Rahmengeometrien. Sie reichen von renntauglich bis gemäßigt für längere Strecken.

Wichtig zu beachten: Wird mit Rennrädern auf der Straße gefahren, unterliegen sie wie alle anderen Fahrräder der StVZO. Das bedeutet, sie müssen über Beleuchtung und Rückstrahler verfügen, wobei batteriebetriebene Beleuchtung inzwischen zulässig ist. Auf der Straße, genauer im Geltungsbereich der StVZO benutzte Komponenten, müssen die sogenannte K-Nummer haben. Die ist auf dem Gehäuse sichtbar und wird durch eine Wellenlinie, den Großbuchstaben “K” sowie eine Zulassungsnummer deutlich gekennzeichnet.

Das Faltrad

Zusammengelegt soll es möglichst geringe Packmaße bieten, damit es im Autokofferraum oder Zugabteil Platz findet. Damit empfiehlt sich das Falt- oder Klapprad als Vehikel für Pendler wie auch für kurze Wege am Urlaubsort. „Zudem muss in den meisten Zügen keine Fahrradkarte gelöst werden, wenn es zusammengefaltet ist“, erläutert der ADFC. Die Origami-Künste fordern in der Performance aber ihren Tribut: Falträder bieten aufgrund der kleinen Räder wenig Laufruhe und sind anfällig für Unebenheiten auf der Fahrbahn. Wegen der komplizierten Faltmechanismen gibt es sie nur in Einheitsgrößen. Die Übersetzungsvielfalt der Schaltung ist oft eingeschränkt. dpa

© Schwäbische Post 26.06.2020 15:46
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