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Unfall mit Tieren

Wie Autofahrer nach einem Unfall mit Tieren reagieren sollten.
  • Eichhörnchen sind drollig anzusehen, doch wer eines mit dem Auto überrollt, sollte sich besser nicht mit gut gemeinten Rettungsaktionen in Gefahr bringen, warnt der ADAC. Foto: Robert Günther/dpa

Nach einem Zusammenstoß mit Kleintieren wie Igeln, Eichhörnchen, Kaninchen oder Kröten sollten Autofahrer sich und andere nicht gefährden und im Zweifel einfach weiterfahren. Das gelte vor allem bei schlechter Sicht oder Dunkelheit, rät Christoph Hecht vom ADAC.

„Das Risiko, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer beim Aussteigen aus dem Auto und Herumlaufen auf der Straße in Gefahr zu bringen, ist sehr hoch“, erklärt der Experte. Und Rettungsversuche seien meist auch sinnlos. Kleintiere seien nach dem Unfall mit einem Auto meist ohnehin sofort tot oder zu schwer verletzt, um ihnen noch helfen zu können.

Hände fest ans Lenkrad und kontrolliert bremsen

Läuft ein Kleintier über die Straße, rät der ADAC, das Lenkrad beidhändig festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Wer für kleine Wildtiere voll in die Bremsen steigt und dadurch einen Auffahrunfall riskiert, muss damit rechnen, nach einem Unfall eine Teilschuld zu bekommen.

Die Polizei müsse man nur verständigen, wenn bei dem Unfall Menschen verletzt wurden oder das Kleintier andere gefährdet, etwa weil es mitten auf der Straße liegt. Unfälle mit sogenanntem Schalenwild wie Reh, Hirsch und Wildschwein dagegen sind laut ADAC in den meisten Bundesländern bei der Polizei meldepflichtig.

Bei Hund und Katze sieht die Sache anders aus

Im Gegensatz zu Wildtieren haben Haustiere wie Hund und Katze in aller Regel einen Besitzer. Der ADAC rät deshalb nach einer Kollision mit Haustieren, anzuhalten und die Polizei zu benachrichtigen. Wer das nicht tut, riskiert, von möglichen Zeugen wegen Tierquälerei angezeigt zu werden. Es kann auch im eigenen Interesse sein, nach dem Zusammenstoß mit einem Haustier dessen Halter ermitteln zu lassen. Gegen ihn könnten etwa Ansprüche wegen Schäden am eigenen Fahrzeug geltend gemacht werden. Denn wenn Hunde oder Katzen einen Unfall verursachen, haftet der Tierhalter.

Nach dem Anhalten gilt: Warnblinkanlage anschalten und Warndreieck aufstellen, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. dpa

© Schwäbische Post 23.12.2020 16:09
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