Film-Klassiker, die man gesehen haben sollte

Wenn draußen die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, lebt es sich in den eigenen vier Wänden immer gemütlicher. Der Winter ist die beste Jahreszeit, um endlich einen Schal zu Ende zu stricken oder die Bücher zu lesen, die seit Beginn des Jahres im Regal liegen. Genauso ist es mit guten Filmen: Ein gemeinsamer Abend vor dem Fernseher kann unterhaltsam sein und sich als spannende Zeitreise entpuppen. Cinephile, die ihr Film-Grundwissen in den kommenden Monaten erweitern möchten, sollten sich diesen Winter die größten Klassiker aller Zeiten vorknöpfen.

Vom Winde verweht (1939)

Bis heute zählt das mitreißende Werk zu den schönsten und dramatischsten Liebesfilmen der Geschichte. Die Handlung spielt sich in einer Zeit des politischen Umbruchs ab: Im Zuge der Sklavenbefreiung herrscht in Amerika Bürgerkrieg. Die bildhübsche Scarlett O’Hara (Vivien Leigh) hat jedoch nur eines im Sinn: Den charmanten Ashley Wilkes (Leslie Howard), der mit ihrer Cousine Melanie (Olivia de Havilland) leiert ist. Um die Sache noch komplizierter zu machen, lässt sich Scarlett mit Rhett Butler (Clark Gable) ein, den sie auf der Hochzeit ihres Schwarms kennenlernt. Während sich dieser hoffnungslos in sie verliebt, trauert die Protagonistin ihrer eigentlichen großen Liebe hinterher…

Casablanca (1942)

Ähnlich wie „Vom Winde verweht“ ist auch „Casablanca“ einer der aufregendsten Filmklassiker aller Zeiten. Regisseur Michael Curtiz legte mit Casablanca den Grundstein für das Romantik-Genre und beeinflusst noch heute auf indirekte Weise Filmemacher auf der ganzen Welt. Ein Großteil der Handlung spielt in Rick's Café Américain, in dem der Besitzer Rick ein manipuliertes Rouletterad aufgestellt hat. Um sein Ausreisevisum nach Amerika für sich und seine Frau bezahlen zu können, befolgt Victor (Paul Henreid) den Rat des Besitzers Rick (Humphrey Bogart) und nimmt an einem Roulette-Spiel teil. Was er jedoch nicht weiß: Victors Frau Ilsa (Ingrid Bergman) hatte vor vielen Jahren ein Verhältnis mit Rick. Eine komplizierte Dreiecksbeziehung nimmt ihren Lauf…

Das verflixte siebte Jahr (1955)

Die unvergesslichste Szene der Komödie von Regisseur Billy Wilder hat sich ins Gedächtnis vieler Generationen gebrannt und gilt noch heute zu den bekanntesten Hollywood-Momenten aller Zeiten: Marylin Monroe steht in ihrem weißen Kleid über einem Lüftungsschacht an der U-Bahn, der ihren Rock nach oben bläst. Im Film an sich geht es um den Protagonisten Richard (Tom Ewell), der seine Frau und seinen Sohn über die Ferien aufs Land schickt, um wichtigen Geschäften in Manhattan nachzugehen. Dabei verspricht er sich hoch und heilig, seiner Ehefrau treu zu bleiben und sich vom weiblichen Geschlecht nicht ablenken zu lassen. Zufällig zieht jedoch eine junge, hübsche Frau (Marylin Monroe) in das Apartment über ihm…

Frühstück bei Tiffany (1960)

Unzählige Male wurde das berühmte Filmposter mit Audrey Hepburn in ihrem schwarzen Cocktailkleid und der langstieligen Zigarette schon reproduziert. Auch das aus dem Film stammende Lied „Moon River“ von Johnny Mercer ist vielen ein Begriff. Egal ob jung oder alt – den ikonischen Film muss eigentlich jeder einmal im Leben gesehen haben. Die Handlung ist relativ simpel: Das Partygirl Holly (Audrey Hepburn) lebt in New York einen mehr als ausschweifenden Lebensstil und verbringt einen Großteil ihrer Zeit auf eleganten Partys. Dort lässt sie sich von wohlhabenden Männern unterhalten, findet aber niemanden, der wirklich zu ihr passt. Bis sie auf den mittellosen Schriftsteller Paul (George Peppard) trifft, der ihr trotz seines fehlenden Wohlstands den Kopf verdreht…

Dirty Dancing (1987)

Alle Musical-Fans, die den Film nur durch seinen berühmten Soundtrack „I’ve Had The Time Of My Life” von Bill Medley und Jennifer Warnes kennen, sollten sich schnellstens vor den Bildschirm begeben und ein Stück Kinogeschichte nachholen. Ende der 80er Jahre gedreht, spielt der Film in den 60ern und begleitet Francis „Baby“ Houseman (Jennifer Grey). Gelangweilt verbringt sie ihren Sommerurlaub mit ihren Eltern. Dort trifft sie auf den Tanzlehrer des Hotels, Johnny (Patrick Swayze), der einer anderen sozialen Schicht angehört und tagsüber Standardtänze unterrichtet. Sobald die Sonne jedoch untergeht, schwingt er seine Hüften im „Dirty Dancing“-Stil und lässt seiner Leidenschaft freien Lauf. Bald wird auch Baby vom nächtlichen Tanzfieber angesteckt…

Übrigens: Wer die oben genannte Liste schon abgearbeitet und keine Lust mehr auf das eigene Wohnzimmer hat, sollte sich das aktuelle Kinoprogramm nicht entgehen lassen.

Photo by DekoArt-Gallery, CC0 Public Domain
Photo by Pixabay, CC0 Public Domain


© Schwäbische Post 24.10.2019 10:35
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