Lesermeinung

Aufwertung für die Salvatorstraße

Die Pläne bei der Salvator-Villa

Am vergangenen Sonntag fiel mir am Eingangstor zur Salvatorvilla ein Plakat auf: „Rettet den Salvator, weg mit dem Feig-Wahnsinn“. Sorry, aber ich schämte mich als Bürger unserer schönen Stadt für diese widerrechtlich angebrachte, beleidigende und zudem schlicht (...) unwahr formulierte Botschaft. Unbestritten trete ich für freie Meinungsäußerung ein, aber nicht dann, wenn unter dem Deckmantel dieser Meinungsfreiheit unwahre und haltlose Anschuldigungen über Leserbriefe etc. verbreitet werden nach dem Prinzip: opponieren, ohne wirklich inhaltliche Auseinandersetzung mit der eigentlichen Thematik vorangestellt zu haben. Wer sich nämlich mit den sachlichen Ausführungen des Investors Feig auseinandersetzt, wird sehr wohl feststellen, dass hier ein aufwändiges Projekt mit generationenübergreifenden Wohngärten in attraktiven Parkanlagen die Salvatorstraße (im Gegensatz zu heute) erheblich aufwerten dürfte.

Wir sollten diese Anleger nicht unbegründet ablehnen, sondern uns gestalterisch und unterstützend einbringen mit dem Ziel, diese für gute Vorschläge zu begeistern. Dadurch wären die Investoren vielleicht zu weiteren gehaltvollen und attraktiven Investitionen im Sinne unserer Stadtentwicklung zu bewegen, was unserer zunehmend geplagten Wirtschaft (Bosch, Eberspächer etc. mit den drohenden Arbeitsplatzverlusten) sicherlich neue Chancen bietet.

Auch haben sich die Salvatorfreunde (Zitat von Werner K. Mayer: „Wir waren von Anfang an eingebunden“), Münsterpfarrgemeinde, Vertreter der Stadt und sämtliche Fraktionen über den frühzeitigen, offenen und sachlichen Dialog mit Herrn Feig lobend geäußert. Dieser hat zudem mit der Villa Hirzel bereits bewiesen, dass er sorgsam mit historischer Bausubstanz umzugehen weiß. (...). Noch ein zu beachtender Rechenansatz: Der Investor plante im Erst-Entwurf auf 10.000 m² Grundstücksfläche 40 Wohnungen. Berücksichtigt man bei heute durchschnittlich 400 m² großen Parzellen eine ebenfalls durchschnittliche Bebauung von ca. 2 Wohnungen, lässt sich feststellen, dass das Salvatorgelände alles andere als überbebaut wird, im Gegenteil viel mehr Grünfläche (einschließlich Dachbegrünung), dem Klimawandel gerecht werdend, bietet.

Fazit: Stehenbleiben ist Rückschritt, sinnvolle Veränderungsbereitschaft mit dem Blick nach vorne ist unsere Chance für die Zukunft. In diesem Sinne, Herr Feig und Co, packen Sie es an und lassen Sie sich von einigen wenigen lautstarken Meinungsbildnern nicht beirren.

© Schwäbische Post 02.08.2020 21:14
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