Burkhardt soll bleiben

Zum Rücktritt des VfR-Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Burkhardt:
Rückkehr aus dem einwöchigen Kurzurlaub, und in Aalen ist wie üblich alles in bester Ordnung! Alles? Mitnichten, denn Teile der lokalen Presse und mittlerweile auch überregionale Medien wie „Spiegel Online“ berichten groß und ausführlich darüber, dass der VfR Aalen zwischenzeitlich von Rechtsextremisten unterwandert und übernommen wurde – das könnte man zumindest beim ersten schnellen Blick auf die Schlagzeilen der Berichterstattung annehmen. Aber was ist de facto passiert? Eine mittlerweile als NPD-Kreisvorsitzender fungierende Person, die sich offensichtlich schon seit langer Zeit federführend in der Aalener Fanszene tummelt, wurde zu einem Strategiegespräch des VfR Aalen zusammen mit Sponsoren des Vereins eingeladen. Das ist unglücklich und das gefällt mir nicht. Mit der rechtsextremen Szene möchte ich auch im Zusammenhang mit dem Fußballverein, dem ich die Daumen drücke, nicht in Verbindung gebracht werden. Eine Nähe des Vereins zur rechten Szene kann ich aber beim besten Willen nicht feststellen. Seit über 30 Jahren bin ich regelmäßiger Zuschauer bei den VfR-Heimspielen, und noch nie ist mir diesbezüglich Negatives aufgefallen oder zu Ohren gekommen! Es ist angesichts dessen traurig zu erleben, wie hier ein Verein mit seinen Anhängern sowie vor allem der rührige Ex-AR-Vorsitzende auf Grund eines Fehlers mit der großen Medienkeule fälschlicherweise in die Nähe des braunen Sumpfs gestellt wird. Ich fühle mich dadurch als VfR-Fan und weit vom Rechtsextremismus entfernt stehender Mensch persönlich beleidigt! Als Außenstehender habe ich Uwe Burkhardt – für mich das Symbol für den Neuanfang beim VfR – als einen Macher im positivsten Sinne erlebt, der sich mit viel Herzblut stark für den VfR Aalen engagiert. Dass beim „Machen“ durchaus auch Fehler passieren können ist nicht neu. Jeder der sich selbst engagiert wird wissen, wovon hier die Rede ist. Es bleibt zu hoffen, dass Herr Burkhardt sich trotz erfolgtem Rücktritt auch zukünftig für den VfR Aalen engagieren wird und sich die handelnden Personen in den Vereinsgremien wieder zusammenfinden im Sinne des bisher durchaus gelungenen VfR-Neustarts – gerade jetzt!Thomas Meyer, Aalen
© Schwäbische Post 11.09.2015 15:53
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