Lesermeinung

Eine Chance für den Salvator

Zum Thema „Wohnen im Park unter dem Salvator“:

Ungenügend! Zwei anwesende Architekten waren da einer Meinung. Mein früherer Hochschullehrer Professor Peter Schenk würde das auch so sehen. Ich erinnere mich an eine Entwurfskorrektur eines Studenten vor mir. Peter Schenk: „Jetzt haben Sie alles schön geordnet, aber Ihnen fehlt eine Idee! – Setzen sie sich mal hin mit einem oder zwei Gläschen Wein und entwickeln sie eine Idee.“ Ich fand schon damals den Rat interessant und habe diesen Rat Jahre später bei meinem eigenen Vorhaben in Stuttgart genauso verwirklicht. Erfolg ist messbar: Die Kessler Zwillinge waren für drei Monate 2006-2007 meine Mieter. Schlimm ist: keine zeitgemäße Architektursprache erkennbar. Und meistens wird es dann so, wie dargestellt. Aus den „Würfeln“ muss eine faszinierende Gestaltung werden, da fehlt es an Esprit. Kein Frank O. Gehry, kein anderer Pritzker-Preisträger (Nobelpreis für Architektur) wegen dem Scharen von Architekten und Bürgern Schwäbisch Gmünd besuchen würden. Eine Chance jetzt zu versäumen ist eine Sünde unterhalb des Salvators. Wir sind am Anfang. Tut mir leid Kollege. Meine Vorschlag: Ein Symposium der Architektenkammer Mitglieder.

© Schwäbische Post 19.06.2020 19:59
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