Konsequenzen detailliert abwägen

Zum Thema Amazon:

Haben sich Oberbürgermeister Richard Arnold und Stadträte vor dem Öffnen von Pandoras Büchse wirklich sorgfältig über Amazon und die möglichen Auswirkungen auf Dienstleistungen und Handel im Remstal informiert? Das normale Onlinegeschäft von Amazon und Amazon-Marketplace braucht wohl niemandem mehr erklärt werden. Eine kleine Auswahl weiterer Geschäftsfelder:

– Amazon Fresh, welches die Lieferung von (frischen) Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs am gleichen Tag bietet.

– Amazon Go ist eine Supermarktkette, die komplett ohne Kassen auskommt und durch Video- und Sensorüberwachung alle Artikel verfolgt. Eintritt und Abrechnung erfolgt über eine Smartphone-App.

– Weiter gibt es noch Amazons Biomarktkette Whole Foods.

– Amazon Logistics ist einer der größten Lieferdienste in Deutschland.

– Amazons Beteiligung an Deliveroo, einem Online-Lieferdienst für Restaurant-Gerichte (in Deutschland erst mal gescheitert).

Die möglichen langfristigen Konsequenzen für das gesamte Remstal und Umgebung durch das Logistikzentrum sollten detailliert abgewogen werden. Ansonsten bleibt ähnlich wie bei Pandora am Ende nicht einmal die Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommt, wie es die Fakten suggerieren. Ich möchte kein Stadtrat sein...

© Schwäbische Post 21.07.2020 20:57
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