„Widerliche Kampagne“

Zum Erpressungsversuch gegen Steinbrück:
Es wurden hier die Grenzen des Anstandes überschritten. Aus dem Hut gezaubert wird eine angeblich acht Jahre zurückliegende „Putzfrauenaffäre“ des Herrn Steinbrück mit der erklärten Absicht, diesen respektablen, hochkompetenten Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers persönlich zu diffamieren und seine Familie mit in den Schmutz zu ziehen. Auch wenn ich persönlich dafür plädiere, dass die seitherige Bundeskanzlerin nach erfolgreicher Regierungszeit weiterhin dieses Amt ausüben sollte, sollten wir als anständige Demokraten darauf verzichten, die Würde eines Bewerbers, (..) in dieser Weise zu beschädigen. Was sollen denn die Erstwähler denken, wenn sie mitbekommen, in welch beleidigender, polemisierender Art und Weise die Bewerber miteinander umgehen – wir „Altvorderen“ werden da unserer Vorbildfunktion in keine Weise gerecht. Sachliche, ehrliche Auseinandersetzungen im Vorfeld einer Wahl sind immer noch die besten Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit aller Politiker, die nach der Wahl Verantwortung für unser Land übernehmen, wofür wir dankbar sein sollten.
Peter Mennicken, Neresheim
© Schwäbische Post 11.09.2013 20:42
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