Lesermeinung

Zu „Das sagt die BI zum Mobilitätspakt“ vom 23. Juni:

Bei einer Kundgebung 2018 reichte mir Karl Maier medienwirksam, ohne Zwang und ohne Druck, die Hand zum Schulterschluss. Sieht so ein gemeinsames Kämpfen aus? Wenn jetzt die Rede ist von Eigeninteressen, Intrigen und falschen Aussagen, verliere ich den Glauben an die Politik. Waren nicht diejenigen, die jetzt so etwas behaupten, in der Politik zu Hause, fällten Entscheidungen und setzten Unterschriften?

Jeder gesunde Menschenverstand sagt einem, wenn man in Unterkochen die Steige befährt, kommt man in Ebnat an. Dass sich die Autos im „Schwäbischen Bermudadreieck im Wald“ auflösen und Ebnat nicht belasten, ist ein Witz! Beide Teilorte sind gleichermaßen betroffen und beide Teilorte haben ein Recht auf Entlastung.

Aber schon 1991 warnte Dr. Geisel vor dem St.-Florians-Prinzip einer räumlichen Verlagerung. Darum lasst uns diesen Fehler nun nicht fast 30 Jahre später machen. Bleiben wir doch bitte sachlich und versuchen die Verkehrsprobleme im Rahmen des Möglichen zu lösen. Denn ich glaube, wenn wir mit Vernunft die Sache angehen, kann eine baldige Entlastung für alle kommen – nicht erst in weiteren 30 Jahren! Wir brauchen jetzt eine Entlastung, nicht erst unsere Kindes-Kinder!

© Schwäbische Post 25.06.2020 11:34
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